Lasst die Klimakanarienvögel sprechen
Das Buch „Canary in a Climate World“ vereint 38 führende Köpfe aus Wissenschaft und anderen wichtigen Disziplinen. Gemeinsam präsentieren sie Arbeiten, die das Netto-Null-Null-Narrativ und viele der Annahmen der modernen Klimapolitik infrage stellen.
„Canary in a Climate World“ ist der dritte Band der Canary-Reihe und vereint 38 führende Köpfe aus Wissenschaft, Wirtschaft, Recht, Politik, Ingenieurwesen und anderen wichtigen Disziplinen. Gemeinsam präsentieren sie Arbeiten, die die gängige Klimadebatte infrage stellen. Das Kapitel von William Happer mit dem Titel „Der Klimakult“ ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür.
Die Beiträge stammen nicht von Randgruppen. Es sind erfahrene, hochqualifizierte Experten, deren Arbeit sich über verschiedene Disziplinen und Jahrzehnte erstreckt. Viele haben zu bedeutenden wissenschaftlichen Forschungsprojekten beigetragen, Regierungen beraten oder führende Rollen in ihren jeweiligen Fachgebieten innegehabt. Viele von ihnen sind bekannte Klimaskeptiker, wie beispielsweise Patrick Moore, Vijay Jayaraj, Anthony Watts, Gregory Wrightstone, Willie Soon, Henrik Svensmark, Richard Lindzen und Ian Plimer.
In den einzelnen Kapiteln zeichnet sich ein durchgängiges Muster ab, das nicht auf Spekulationen, sondern auf Erkenntnissen, Analysen und Erfahrungen beruht, die in der öffentlichen Diskussion allzu oft übersehen oder ausgeblendet wurden. Obwohl sich die Schwerpunkte der Autoren unterscheiden, zieht sich ein roter Faden durch ihre Arbeiten: Die gängige Klimadebatte spiegelt nicht die gesamte Bandbreite der verfügbaren Erkenntnisse wider.
Covid
Dieses Buch steht zwar für sich, entstand aber nicht isoliert. Die Vorgängerbände „Canary in a Covid World: How Propaganda and Censorship Changed Our (My) World“ und „Canary in a (Post) Covid World: Money, Fear and Power“ vereinten Beiträge von Autoren aus verschiedenen Disziplinen, die Bedenken äußerten, die damals häufig zensiert, marginalisiert, beruflich angegriffen oder öffentlich verspottet wurden. Viele dieser Bedenken erwiesen sich im Laufe der Zeit als berechtigt, und die Bücher wurden zu Bestsellern.
Diese Bücher erreichten ein breites Publikum und enthüllten etwas Tieferliegendes. Muster der Informationskontrolle, der Durchsetzung von Konsens und der Marginalisierung abweichender Meinungen waren keine Einzelfälle, sondern Teil einer umfassenderen Dynamik. Dieselben Muster lassen sich nun in der Klimadebatte beobachten. Mehrere Beiträge in diesem Band untersuchen zudem Parallelen zwischen der Covid-Ära und der Klimadebatte, darunter die Rolle institutioneller Narrative, öffentlicher Kommunikation, Zensur und der Durchsetzung von Konsens.
Netto-Null
Netto-Null, das zunehmend einflussreiche globale politische Ziel der Reduzierung oder des Ausgleichs von Kohlendioxidemissionen, hat Energiesysteme, öffentliche Politik, Finanzen und Industrie in weiten Teilen der Welt rasant verändert. Das gegenwärtige Streben nach Netto-Null und die Darstellung von Kohlendioxid als inhärente Gefahr stehen jedoch im Widerspruch zu den in diesen Kapiteln untersuchten Erkenntnissen.
Es stellt sich auch eine weitergehende Frage. Als sich die Klimapolitik zu einem globalen Billionen-Dollar-Unternehmen entwickelte, das Energiesysteme, Finanzmärkte und regulatorische Rahmenbedingungen prägte, ist es berechtigt, zu fragen, wer von ihrer Steuerung profitiert und wie diese Anreize das öffentliche Narrativ beeinflusst haben. Die Autoren dieses Buches untersuchen daher nicht nur die wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern auch dessen breiteren Kontext.
Viele dieser Forscher sind nicht mehr an den institutionellen Zwängen gebunden, die akademische und politikorientierte Forschung oft prägen. In Umfeldern, in denen die Finanzierung, die Veröffentlichung von Arbeiten und der berufliche Aufstieg von der Übereinstimmung mit vorherrschenden Annahmen abhängen können, kann es schwierig sein, unabhängige Stimmen aufrechtzuerhalten. Befreit von diesem Druck können sie offener sprechen, direkter hinterfragen und den Erkenntnissen folgen, wohin sie auch führen.
Der Kanarienvogel diente einst als Frühwarnsystem in den Kohlebergwerken. Heute erfüllen diese 38 Vögel dieselbe Funktion. Die Frage ist, ob wir bereit sind, zuzuhören und die Beweise unvoreingenommen zu überprüfen.
Übersetzung: Eric Vieira
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