„Vergesst den Klimawandel“, rät die New York Times den Demokraten

Die Lage spitzt sich derart zu, dass ein Kommentar in der New York Times die Demokraten kürzlich ermahnte: „Vergesst den Klimawandel und redet über etwas anderes.“ Jo Nova nimmt zu dieser Entwicklung Stellung.

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“Forget Climate Change” says New York Times to Democrats

Als das Thema Klima in den USA noch hoch im Kurs stand: AOC über den Green New Deal im Jahr 2019. (Quelle: Shutterstock)

Jo Nova
Datum: 15. Mai 2026

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Der Klimawandel ist zum Wahlgift geworden!

Zu spät haben die Sozialisten erkannt, dass sie die Arbeiterklasse verloren haben.

Nicht nur die britische Labour-Partei hat in den letzten Tagen eine Demütigung erlitten, sondern auch – zehntausend Meilen entfernt – die australischen Konservativen, die einen katastrophalen Stimmenverlust von 30 % zugunsten von „One Nation“ hinnehmen mussten. Das Undenkbare geschieht. Politisch chancenlose Klimaleugner feiern einen triumphalen Sieg, und die Arbeiter wählen die „extreme Rechte“.

Der Klimawandel und die zentralen Themen der Linken erreichen die Wähler nicht nur nicht mehr, sie schrecken sie sogar aktiv ab. Das Gleiche gilt für die USA, wo die Wähler bereits den Antichristen des Klimaschutzes gewählt haben. Den Sozialisten dämmert langsam, dass es sich nicht um eine vorübergehende Erscheinung handelt.

Die Lage spitzt sich derart zu, dass ein Kommentar in der New York Times die Demokraten kürzlich ermahnte: „Vergesst den Klimawandel und redet über etwas anderes.“(Hat tip to Climate Depot).

Die Linke hat die Arbeiterklasse als selbstverständlich angesehen:

Aus dem Artikel: Vergessen Sie den Klimawandel. Die Demokraten müssen über andere Themen sprechen.

Matthew T. Huber, New York Times

Seit einigen Monaten debattieren die demokratischen Eliten darüber, inwieweit sie über den Klimawandel sprechen sollen – wenn überhaupt –, unter anderem weil diese neuen Kandidaten ihren Fokus auf bezahlbare Energie verengt haben, um die Arbeiterklasse zurückzugewinnen.

Doch ihr Plan, die Arbeiterklasse zurückzugewinnen, wird nicht funktionieren – sie haben das falsche Thema gewählt, sich dann wie Klebstoff daran festgeklammert, sich zu spät entschuldigt, und sie entschuldigen sich ohnehin nicht. Sie geben nicht einmal zu, dass sie Unrecht hatten. „Um es klar zu sagen: Das bedeutet keine Aufgabe der Klimaziele“, sagen sie. Stattdessen suchen sie nach Ausreden, wie gute Politiker ohnehin Maßnahmen zur Emissionsreduzierung ergreifen werden, etwa durch das Angebot kostenloser Busse oder die Neugestaltung von Bauvorschriften, aber sie werden es nicht „Klimawandel“ nennen. Denn, pssst, wir wollen nicht, dass die Wähler wissen, was wir tun oder woran wir glauben. Wir wollen doch nur gewinnen, oder? Hurra, Demokratie?

In einer Umfrage störte es 59 % der Wähler, dass der Klimawandel politisiert worden war. Das ist ein riesiger Teil der Bevölkerung, der nicht mehr glaubt, dass „Klimawissenschaft“ wissenschaftlich ist, sondern nur noch politisch – 59 %!

Und weiter aus dem Artikel: Das Pew Research Center befragt Amerikaner regelmäßig dazu, welche Themen ihnen am meisten am Herzen liegen, und der Klimawandel rangiert dabei stets ganz unten auf der Liste. Das Searchlight Institute stellte fest, dass 59 Prozent der Wähler in den umkämpften Bundesstaaten „es stört, dass der Klimawandel zu einem solchen politischen Thema geworden ist“, während nur 42 Prozent „motiviert sind, mehr zu tun und Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu unterstützen“. Anstatt eine breite Koalition zu bilden, die für die Verabschiedung eines „Green New Deal“ notwendig wäre, ist der Klimawandel zu einem weiteren Thema geworden, das die Polarisierung schürt.

Das Kernproblem ist, dass die Machterhaltung ihr einziges Ziel ist, was dazu führt, dass sie ratlos sind, wenn dies scheitert (und auch, wenn es gelingt). Die Lösungen, die sie sich ausdenken, drehen sich nur darum, „wie man die Wähler dazu bringt, für uns zu stimmen“ – und nicht um etwas Konstruktives wie herauszufinden, was die Menschen wollen, oder ein Problem zu lösen, oder gar dumme politische Maßnahmen zu ändern.

Nochmals aus dem Artikel: Die Demokratische Partei ist nach wie vor äußerst unbeliebt. Der Ausweg besteht darin, nicht länger eine ganze Reihe von Themen zu propagieren, die nur diejenigen ansprechen, die ohnehin schon überzeugt sind. Was den Klimawandel angeht, wäre es vorerst vielleicht besser, gar nichts zu sagen.

Ihr großer Plan ist gescheitert

Sie dachten, der Green New Deal würde die Wähler aus der Arbeiterklasse für sich gewinnen. Sie wussten nicht (und erkennen es immer noch nicht), dass für jeden neu geschaffenen „grünen“ Arbeitsplatz teure Energie zwei bis fünf echte Arbeitsplätze vernichten würde. Die Arbeiter erleben diese Realität natürlich am eigenen Leib.

Später müssen sie entschieden haben, dass die Aufforderung an die Demokraten, den „Klimawandel zu vergessen“, der Wahrheit zu nahe kam, also änderten sie die Überschrift, um dies zu verschleiern. Beachten Sie, wie die eigentliche Bedeutung in der Überarbeitung verschleiert wurde.

Das ist eben ihre Art. Sie lügen bei allem.

Dieser Artikel wurde erstmals am joannenova.com.au am 12. Mai 2026 veröffentlicht.

Übersetzt von Christian Freuer

Jo Nova

Jo Nova ist Wissenschaftsmoderatorin, Autorin, Referentin und ehemalige Fernsehmoderatorin; Autorin des Buches „The Skeptic’s Handbook“.

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