RCP 8.5 wurde eingestellt: Was das heißt – und was nicht
„Die Abkehr vom RCP8.5-Szenario ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch das CERES-Team befürchtet, dass es nur ein kleiner ist. Der IPCC wird sich voraussichtlich weiterhin auf die aktuellen Klimamodelle für seine Klimaprognosen stützen. Selbst bei einem realistischeren ‘business-as-usual’ Szenario mit unveränderten Emissionen, werden die Modelle immer noch eine dramatische vom Menschen verursachte globale Erwärmung simulieren”.
„Der oberste Klimaausschuss der Vereinten Nationen hat gerade zugegeben, dass seine eigenen Prognosen (RCP8.5) FALSCH waren! FALSCH! FALSCH!“ – US-Präsident Donald J. Trump, 16. Mai 2026 https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116586488927495029
Die Entwickler der Treibhausgasemissionsszenarien für den nächsten Sachstandsbericht des IPCC (AR7) haben RCP8.5 – den Pfad mit hohen Emissionen, der lange Zeit als faktischer „business as usual“ (weiter-wie-bisher) Szenario galt – offiziell fallengelassen (Van Vuuren et al. 2026).
Wir von CERES gehörten zu den Ersten, die die Verwendung von RCP8.5 in der Fachliteratur kritisierten (Connolly et al. 2020) und begrüßen diese Entscheidung. Doch obwohl Präsident Trumps Beschreibung von RCP8.5 als „FALSCH! FALSCH! FALSCH!“ einen wahren Kern enthält, ist die Realität differenzierter – weniger dramatisch, aber wissenschaftlich bedeutsam.
Die Abschaffung des RCP8.5-Szenarios ist ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch scheint der IPCC weiterhin darauf zu setzen, sich übermäßig auf Prognosen von Computermodellen zu stützen, die sehr empfindlich auf Veränderungen der Treibhausgaskonzentrationen reagieren. Daher werden ihre Prognosen für ein Szenario ohne Klimaveränderungen zwar voraussichtlich etwas weniger alarmierend ausfallen als zuvor, doch leider dürften sie weiterhin zu ähnlichen Warnungen führen.
In diesem Essay erörtern wir, was RCP8.5 eigentlich war, warum es von Anfang an problematisch war und was diese Änderung bedeutet – und was nicht.
Was genau ist RCP8.5 und warum war es so bedeutsam?
Nach den aktuellen Klimamodellen ist der Haupttreiber vergangener und zukünftiger Klimaveränderungen die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre.
Die meisten dieser Treibhausgase sind natürlichen Ursprungs. Viele wichtige menschliche Aktivitäten (Energieverbrauch, Landwirtschaft usw.) tragen jedoch ebenfalls zu Treibhausgasemissionen bei. Aus diesem Grund betonen die UN und andere – insbesondere die Computermodellierer – seit Jahrzehnten, dass der Mensch durch seine Treibhausgasemissionen die anthropogene globale Erwärmung (AGR) verursacht. [„anthropogen“ = ein Begriff, der wissenschaftlicher klingt als „vom Menschen verursacht“].
Tatsächlich hat die UNO, wie Dr. Roger Pielke Jr. in einer wichtigen Veröffentlichung aus dem Jahr 2005 (RA Pielke 2005) darlegte, durch ihr Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen (UN FCCC) – auf jeder ihrer jährlichen Vertragsstaatenkonferenzen (COP) – seit über 30 Jahren faktisch jeglichen Klimawandel als definitionsgemäß menschengemacht definiert. Diese COP-Konferenzen sind die jährlichen UN-Treffen, bei denen sich Politiker und Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt in einer ausgewählten Stadt versammeln, um über Klimapolitik zu beraten.
Dies führt uns zu den sogenannten RCP-Szenarien – „Representative Concentration Pathways“ (Meinshausen et al. 2011). Für den fünften Sachstandsbericht des IPCC standen den Computermodellierern vier verschiedene Prognosen für die Treibhausgasemissionen (und -konzentrationen) der kommenden Jahrhunderte zur Verfügung. Jedem Szenario wurde ein Wert zugeordnet, der die theoretische zusätzliche Strahlungsbilanz der zusätzlichen Treibhausgase bis zum Ende des 21. Jahrhunderts gemäß den Treibhauseffektmodellen darstellt – in Watt pro Quadratmeter: 8,5, 6,0, 4,5 oder 2,6.
In Abschnitt 5.3 von Connolly et al. (2020) erörtern wir den wissenschaftlichen Nutzen dieser theoretischen Berechnungen des Strahlungsantriebs für das Verständnis des Klimas. Innerhalb der Klimamodellierungsgemeinschaft ist die Höhe dieses theoretischen Endwertes jedoch der primäre Faktor für das Ausmaß der globalen Erwärmung. Daher wurden die verschiedenen Szenarien anhand dieses Wertes benannt: RCP8.5, RCP6.0, RCP4.5 und RCP2.6.
Bei genauerer Betrachtung der Emissionsszenarien zeigten die Szenarien RCP6.0, RCP4.5 und RCP2.6, dass im Laufe des 21. Jahrhunderts umfangreiche politische Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen vorgesehen waren. Im Gegensatz dazu ging nur das Szenario RCP8.5 nicht von solchen Maßnahmen aus.
Möglicherweise stützten sich Klimamodellierer deshalb auf das RCP8.5-Szenario als „business-as-usual“ Szenario. Das führte dazu, dass Tausende von Artikeln, in denen Simulationen der „Klimaveränderungen, die eintreten werden, wenn wir nicht dringend etwas unternehmen“, beschrieben wurden, auf der Grundlage dieses RCP8.5-Szenarios veröffentlicht wurden – also jenem, das inzwischen verworfen wurde.
Warum war RCP8.5 von Anfang an unrealistisch und warum wurde es offiziell verworfen?
Als wir 2020 unsere Studie verfassten, stellten wir fest, dass einige andere die Verwendung des RCP8.5-Szenarios als „business-as-usual“ (BAU) kritisiert hatten. Ritchie und Dowlatabadi (2017b, 2017a) untersuchten die ökonomischen Aspekte dieses Szenarios und entdeckten, dass das RCP8.5 davon ausging, dass die Gesellschaften den Kohleverbrauch im Laufe des nächsten Jahrhunderts drastisch erhöhen würden – so stark, dass das Szenario nahelegte, dass mehr als das Fünffache der bekannten Kohlevorräte verbraucht würde!
Sie warnten davor, dass dies absurd sei – da sie aber in wissenschaftlichen Zeitschriften schrieben, war ihre Wortwahl deutlich milder:
„Unter Berücksichtigung dieser Verzerrung sind RCP8.5 und andere ‚business-as-usual‘-Szenarien, die mit einem hohen CO2-Antrieb durch die massive zukünftige Kohleverbrennung einhergehen, äußerst unwahrscheinlich.“ (Ritchie und Dowlatabadi 2017b).
Neben Prof. Ritchie schlossen sich auch andere Kritiker an, darunter Prof. Pielke Jr. (den wir bereits kennengelernt haben), z. B. (RA Jr. Pielke und Ritchie 2021; Burgess et al. 2020).
Inzwischen wurde das Szenario auch aus einem völlig anderen Blickwinkel kritisiert: Hausfather und Peters (2020) argumentierten, es sei unrealistisch, da sie davon ausgingen, dass Regierungen bereits auf emissionsärmere Politiken umstellten. Sie bestanden daher darauf, dass bei „business-as-usual“, die jüngsten politischen Entwicklungen betrachtet werden müssten.
Letztlich scheint die jüngste Entscheidung, RCP8.5 aus dem nächsten Bericht zu streichen, in erster Linie auf den Argumenten von Hausfather & Peter zu beruhen:
„Die hohen Emissionswerte des CMIP6 (quantifiziert durch SSP5-8.5) sind angesichts der Kostenentwicklung bei erneuerbaren Energien, der Entstehung der Klimapolitik und der jüngsten Emissionstrends unwahrscheinlich geworden“ – Van Vuuren et al. (2026)
Allerdings nannten sie auch die Kritik von Ritchie & Dowlatabadi als einen Schlüsselfaktor für ihre Entscheidung.
Unsere Kritik an RCP8.5 in Connolly et al. (2020) erfolgte jedoch aus einem anderen Blickwinkel…
Was war unser Ziel in Connolly et al. (2020)?
Nach der COP-Konferenz 2015 in Paris wurde ein einflussreiches Abkommen unterzeichnet, das Pariser Abkommen. Alle Nationen stimmten zu,
„…den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und Anstrengungen zu unternehmen, den Temperaturanstieg auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen“ – Pariser Abkommen der Vereinten Nationen (UNFCCC 2016)
Die Analyse dieser verschachtelten Aussage und ihrer Bedeutung war das Hauptthema unserer Studie von Connolly et al. (2020). Im Wesentlichen schienen sie zu sagen, dass Regierungen weltweit gemeinsam tiefgreifende politische Veränderungen umsetzen müssten, um die globale Erwärmung „unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau“ zu halten. Doch was bedeutete das genau?
Welche Maßnahmen mussten sie umsetzen? Wie stark wäre die globale Erwärmung ohne diese Maßnahmen gewesen? Was verstanden sie unter „vorindustriellem Niveau“ – es gab im Laufe der Jahrtausende viele Warm- und Kaltzeiten – welche davon betrachteten sie als „vorindustriell“?
Uns wurde klar, dass dieses viel beworbene „Abkommen“ nichts bedeutete, solange man keine Antwort auf diese Fragen hatte.
Für Connolly et al. (2020) haben wir uns daher entschlossen, eine grundlegende Frage zu beantworten, die für das Pariser Abkommen geklärt werden musste, bevor es mehr als nur leere Versprechungen sein konnte:
„Mit welchem Ausmaß an menschengemachter globaler Erwärmung müssen wir bei einer Beibehaltung des Status quo in der Klimapolitik rechnen?“
Wenn wir die Antwort darauf nicht kennen, wie sollen dann politische Entscheidungsträger herausfinden, was zu tun ist, um ihr vages „Ziel“ zu erreichen?
Als wir versuchten, diese Frage zu beantworten, stellten wir fest, dass die Antwort tatsächlich von vier Unterfragen abhängt:
- Wieviele Treibhausgase werden wir ausstoßen, wenn wir die aktuellen Trends fortsetzen?
- Wieviel von diesen Emissionen wird in der Atmosphäre verbleiben?
- Wieviel der bereits beobachteten Erwärmung ist auf den Menschen zurückzuführen?
- Wie stark erwärmen Treibhausgase den Planeten?
In unserer zwar sehr langen, aber methodischen und systematischen Arbeit gingen wir jede dieser Fragen Schritt für Schritt durch. Für jeden Schritt sichteten wir die wissenschaftliche Literatur, um die verschiedenen Perspektiven zu ermitteln, prüften die verfügbaren Daten und erwogen die verschiedenen möglichen Annahmen. Abschließend erstellten wir eine bestmögliche Schätzung dessen, was wir erwarten könnten, wenn sich die Trends unverändert fortsetzten, also auf Basis der aktuellen Entwicklungen.
Wir wiesen jedoch darauf hin, dass es sich um ein interdisziplinäres Problem handele.
„Zu jeder dieser Fragen gibt es in der wissenschaftlichen Literatur umfangreiche Debatten. Die relevante Literatur zu jedem Thema stammt jedoch aus völlig unterschiedlichen akademischen Disziplinen. Die erste Frage wird typischerweise von Ökonomen, Politikwissenschaftlern, Forschern im Bereich Umweltpolitik usw. behandelt. Die zweite Frage fällt hauptsächlich in den Bereich von Biologen, Ökologen, Geochemikern, Ozeanographen usw. Die dritten und vierten Fragen sind beides Probleme der Klimaforschung, aber auch innerhalb dieser Themenbereiche gibt es separate Forschungsbereiche, beispielsweise von Computermodellierungs-Forschungsgruppen, Gruppen die Klimadaten auswerten, Statistikern die Ergebnisse aus der Perspektive einer Metaanalyse betrachten usw.“
Frage 1: Wie viele Treibhausgase werden wir ausstoßen, wenn wir die aktuellen Trends fortsetzen?
Wie wir oben gesehen haben, konzentrierte sich ein Großteil der Debatte um RCP8.5 darauf, wie sich politische Maßnahmen künftig ändern könnten oder auch nicht. Unserer Meinung nach widerspricht dies jedoch der Definition von „business-as-usual“. Stattdessen argumentierten wir, warum definieren wir „business-as-usual“-Emissionen nicht einfach so, als würden die Emissionen unverändert weiterlaufen?
Anstatt über komplizierte potenzielle „Szenarien“ wie „Was wäre, wenn?“ und „Was wäre, wenn nicht?“ zu spekulieren, sagten wir: Warum schauen wir uns nicht einfach die Emissionstrends der letzten 50 bis 70 Jahre an und gehen davon aus, dass sich diese „business-as-usual“-Trends sich unverändert fortsetzen würden?
Was geschieht, wenn wir dieses BAU-Emissionsszenario (graue Hülle mit schwarzer gestrichelter Linie in den folgenden Grafiken) mit den RCP-Szenarien vergleichen? Der Einfachheit halber betrachten wir zunächst nur die CO2-Emissionen (in der Arbeit berücksichtigen wir auch die beiden anderen wichtigsten anthropogenen Treibhausgase, d. h. CH4 und N2O).
Sobald wir die untenstehende Grafik erstellt hatten, war klar, dass das RCP8.5-Szenario niemals dem „business-as-usual“-Szenario entsprach. Beachten Sie, wie das RCP8.5-Szenario schnell über den tatsächlichen BAU-Bereich hinausgeht und darüber bleibt?
Für uns war RCP8.5 eindeutig kein „business-as-usual“-Szenario. Das galt auch für alle anderen RCP-Szenarien, die den Modellierern zur Verfügung standen.
Kurioserweise hatte der allererste IPCC-Bericht bereits 1990 (vor 36 Jahren) ein „Szenario A“ entwickelt – eine Prognose für den Status quo, die bemerkenswert gut mit unserer empirischen Anpassung übereinstimmte, die wir 30 Jahre später in unserer Studie von 2020 entwickelten. Siehe unten:
Warum sind die IPCC-Modellierer nicht einfach bei dem 36 Jahre alten „Szenario A“ als Standardmodell geblieben? Wir wissen es nicht. Zyniker könnten vermuten, dass die Ergebnisse nicht „heiß genug“ waren – wollten die Computermodellierer ihre Simulationen vielleicht mit einer zusätzlichen Erwärmung „aufpeppen“? Oder wirkte das ältere Szenario A einfach zu altmodisch?
Doch was auch immer der Grund war, die zusätzliche Erwärmung, die die RCP8.5-Simulationen mit sich brachten, wirkte auf die Modellierer wie eine Droge. Sie wurde routinemäßig so behandelt, als wäre das Szenario „business-as-usual“.
Im sechsten Sachstandsbericht (AR6, 2021) bemühten sich die Szenariogruppen um mehr Ausgewogenheit und führten Zwischenszenarien in die aktualisierten „SSP/RCP“-Szenarien ein, z. B. „SSP3-70 (Baseline)“ mit einem Strahlungsantrieb von 7,0 statt 8,5 im Jahr 2100. Das Szenario mit dem Strahlungsantrieb von 8,5 wurde jedoch als zweite „Baseline“ beibehalten: „SSP5-85 (Baseline)“. Somit dominierten die Szenarien mit dem Strahlungsantrieb von 8,5 weiterhin die Computermodellsimulationen des „business-as-usual“.
Während sich ein Großteil der jüngsten Diskussion um das RCP8.5-Szenario darauf konzentrierte, welche Emissionen bei einem „business-as-usual“-Verhalten der Gesellschaft zu erwarten sind, betonten wir in unserer Studie, dass dies nur der erste Schritt sei. Die nächste Frage lautet, wieviel von diesen Emissionen bei einem „business-as-usual“-Verhalten voraussichtlich in der Atmosphäre verbleiben wird.
Frage 2: Wie viel von diesen Emissionen wird in der Atmosphäre verbleiben?
Seit 1958 werden auf Mauna Loa, Hawaii, nahezu kontinuierliche direkte Messungen der durchschnittlichen CO2-Konzentration in der Atmosphäre durchgeführt. Diese Messungen haben einen langfristigen Anstieg von etwa 0,031 % der Atmosphäre im Jahr 1958 auf etwa 0,043 % heute gezeigt.
Da es sich um so geringe Prozentwerte handelt, werden CO₂-Konzentrationen üblicherweise in Teilen pro Million Volumenanteilen („ppmv“ oder manchmal „ppm“) angegeben. Wir haben jedoch festgestellt, dass die Leute ein besseres Gespür dafür haben, was die Zahlen bedeuten, wenn wir Prozentangaben verwenden. Daher zeigen wir in der untenstehenden Grafik links die Werte in ppmv, und rechts die entsprechenden Werte in Prozent.
Es gab mehrere Versuche, die Veränderungen des CO₂-Gehalts in der Atmosphäre in den Jahren vor den Messungen am Mauna Loa abzuschätzen. Der IPCC und viele andere Institutionen stützen sich dabei auf die Auswertungen von Eiskernen aus der Antarktis. Diese legen nahe, dass der CO₂-Gehalt in den letzten Jahrtausenden nur geringfügig schwankte – zwischen 0,027 und 0,029 % (siehe grauer Bereich in der obigen Abbildung).
Die Tatsache, dass sowohl die vom Menschen verursachten CO₂-Emissionen als auch die CO₂-Konzentrationen zunehmen, hat viele davon überzeugt, dass wir uns allein auf die Emissionen konzentrieren müssen. Doch wenn man die jährlichen anthropogenen Emissionen in den erwarteten Anstieg der CO₂-Konzentrationen umrechnet, entsteht ein Problem.
Wie aus der untenstehenden Grafik ersichtlich ist, ist die tatsächliche Veränderung der CO2-Konzentrationen („beobachtete Veränderung“ in Grün) viel unruhiger und viel geringer als die vom Menschen verursachten Emissionen („anthropogene Emissionen“ in Rot)!
In der wissenschaftlichen Literatur wird der Anteil des emittierten CO2, der in der Atmosphäre verbleibt, als „Luftanteil“ (airborne fraction) bezeichnet. Dieser ergibt sich einfach aus dem Verhältnis der grünen zur roten Linie. Die Grafik dazu finden Sie unten:
Wir sehen, dass im Durchschnitt nur etwa 44 % (d. h. der Luftanteil in der Atmosphäre beträgt 0,44) des emittierten CO₂ in der Atmosphäre verbleiben. Die Theorie des Treibhauseffekts basiert jedoch auf den atmosphärischen Konzentrationen, nicht auf den Emissionen. Um also vorherzusagen, wie stark die vom Menschen verursachte globale Erwärmung unter den Bedingungen des „business-as-usual“-Szenarios (BAU) ausfallen wird, müssen die erwarteten Emissionen in die erwarteten Konzentrationen umgerechnet werden. Folglich muss auch abgeschätzt werden, wie sich der Anteil in der Atmosphäre verändern würde.
Für unsere Analyse gingen wir davon aus, dass die logischste Annahme darin besteht, dass unter „business-as-usual“-Bedingungen auch der Luftanteil unverändert bleibt, wie seit Beginn der Messungen im Jahr 1958. Bei der Analyse der RCP-Szenarien stellten wir jedoch fest, dass diese Szenarien diese Annahme NICHT treffen – siehe Grafik unten.
Während alle RCP-Szenarien mit einem Luftanteil beginnen, der dem historischen Durchschnitt ähnelt, zeigen einige von ihnen große Veränderungen des Luftanteils im Laufe des 21. Jahrhunderts, die nicht dem „business-as-usual“-Zustand entsprechen, d. h. sie weichen von der oben dargestellten grauen Hülle ab.
Bemerkenswert ist, dass RCP8.5 einen langfristigen Anstieg des Luftanteils im Laufe des Jahrhunderts implementiert hat. Dies bedeutet, dass das Szenario nicht nur deutlich höhere Emissionen als im Szenario „business-as-usual“ prognostiziert, sondern auch einen noch stärkeren Anstieg der Konzentrationen als erwartet vorhersagt. Selbst für RCP6.0 wurde ein steigender Luftanteil prognostiziert.
Letztendlich kamen wir also zu dem Schluss, dass unsere einfachen, semi-empirischen „business-as-usual“-Prognosen für zukünftige Konzentrationen viel niedriger waren als bei RCP8.5 – und wohl viel näher bei RCP6.0 lagen – siehe unten.
Also ja, das RCP8.5-Szenario hätte NIEMALS als „business-as-usual“ behandelt werden dürfen. Und es ist gut, dass es nun endlich aus den neuen Szenarien gestrichen wurde.
In unserer Studie gingen wir jedoch noch einen Schritt weiter. Das Pariser Abkommen sollte eigentlich konkret darauf abzielen, die globale Erwärmung auf unter 2 °C zu begrenzen. Die RCP-Szenarien zeigen uns aber lediglich, welche Emissionen und Konzentrationen unter verschiedenen Bedingungen zu erwarten sind. Sie geben uns keine Auskunft darüber, welche globalen Temperaturänderungen zu erwarten sind. Das führte uns zu unserer nächsten Frage…
Frage 3: Welcher Anteil der bereits beobachteten Erwärmung ist auf den Menschen zurückzuführen?
Das Pariser Abkommen besagt, dass die Nationen darauf hinarbeiten werden, die globale Erwärmung „deutlich unterhalb von 2 °C über dem vorindustriellen Niveau“ zu halten. Doch was genau bedeutet „vorindustrielles Niveau“?
Wie Pielke Jr. (2005) gezeigt hat, ignoriert die Definition von „Klimawandel“ im Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen ausdrücklich jegliche natürlichen Klimaveränderungen. Aber paläoklimatische Studien, die Baumringe, Seesedimente und andere Temperaturindikatoren nutzen, haben jedoch gezeigt, dass die Erde in den letzten tausend Jahren und auch schon früher – lange vor der industriellen Revolution – verschiedene Phasen globaler Erwärmung und Abkühlung durchlaufen hat. Die Definition des „vorindustriellen Niveaus“ ist daher sehr subjektiv – wählt man beispielsweise das Ende der Kleinen Eiszeit im 19. Jahrhundert oder die mittelalterliche Warmzeit zur Zeit der Wikinger?
Die Rekonstruktionen mittels Temperaturproxidaten sind Gegenstand einer anhaltenden wissenschaftlichen Debatte. Wir haben jedoch gezeigt, dass die Vorstellung einer einzigen konstanten „globalen Temperatur“ für das „vorindustrielle Niveau“ – unabhängig davon, ob man sich für die „Hockeystick-Kurve“ oder eine Rekonstruktion mit einer warmen mittelalterlichen Warmzeit entscheidet – töricht ist (siehe unten).
Im Grunde war die Fixierung der UN darauf, den gesamten Klimawandel definitionsgemäß als „menschengemacht“ zu definieren, unwissenschaftlich. Um eine wissenschaftliche Antwort auf unsere Frage zu erhalten, müssen wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass ein Teil oder die gesamte globale Erwärmung seit dem Ende der Kleinen Eiszeit möglicherweise nichts mit menschengemachten Treibhausgasemissionen zu tun hat.
Das Pariser Abkommen hat dies außer Acht gelassen. Dadurch wurde es völlig bedeutungslos, da natürliche globale Temperaturveränderungen nicht berücksichtigt wurden. Eigentlich sollte das Pariser Abkommen politischen Entscheidungsträgern die Umsetzung von Maßnahmen ermöglichen, die die vom Menschen verursachte globale Erwärmung verringern. Doch definitionsgemäß können wir Menschen die natürliche globale Erwärmung oder Abkühlung nicht beeinflussen. Die unpräzise Formulierung des Abkommens bedeutete daher, dass der Erfolg oder Misserfolg jeglicher potenzieller Maßnahmen durch Naturgewalten vollständig zunichtegemacht werden konnte!
In unserer Arbeit schlugen wir eine einfache Lösung vor. Wir gehen davon aus, dass der Text des Pariser Abkommens die vom Menschen verursachte globale Erwärmung als „deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau“ beschreibt. Wir können uns dann auf jegliche globale Erwärmung konzentrieren, die auf den Anstieg der atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen durch vom Menschen verursachte Emissionen zurückzuführen ist.
Dies gibt uns ein relativ objektives Maß zur Definition von „vorindustriellen Werten“ – anstatt uns über die globalen Temperaturen vor der Industriezeit Gedanken zu machen, können wir uns die Konzentrationen von Treibhausgasen vor der Industriezeit ansehen.
Wie bereits erwähnt, sind die Schätzungen der vorindustriellen CO₂-Konzentrationen anhand von Eiskernen aus der Antarktis sehr präzise; beispielsweise lag der CO₂-Gehalt im Bereich von 0,027–0,029 %. Allerdings deuten, wie wir in unserer Arbeit erörtert haben, alle anderen veröffentlichten Schätzungen (Eiskerne aus Grönland, die Größe der Spaltöffnungen an Blättern fossiler Pflanzen und die Zusammenstellung von Einzelmessungen seit dem späten 19. Jahrhundert) auf eine deutlich größere natürliche Variabilität der CO₂-Konzentrationen hin. Wir schlugen daher vor, diese überraschend unterschiedlichen wissenschaftlichen Befunde unvoreingenommen zu betrachten.
Für unsere Analyse gingen wir jedoch explizit davon aus, dass die vom IPCC bevorzugten Schätzungen, d. h. die auf antarktischen Eiskernen basierenden Schätzungen, korrekt sind. Demnach hängt das Ausmaß der „menschengemachten globalen Erwärmung“, das wir, bei einem „business-as-usual“ erwarten würden, vom Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen über diese auf antarktischen Eiskernen basierenden Schätzungen hinaus ab.
Aber wir hatten noch eine Frage zu beantworten…
Frage 4. Wie stark erwärmen Treibhausgase den Planeten?
Die letzte, aber vielleicht wichtigste und umstrittenste Frage lautet: Wie stark wird die globale Erwärmung bei einem bestimmten Anstieg der Treibhausgase ausfallen? Dies wird typischerweise im Hinblick auf die sogenannte „Klimasensitivität“ diskutiert, d. h., wie stark wird die globale Erwärmung bei einer Verdopplung der Kohlendioxidkonzentration ausfallen?
Wie wir sehen werden, klingt dies zwar nach einer recht grundlegenden Eigenschaft, die wir kennen sollten, bevor wir über Fragen wie die, ob wir versuchen sollten, die globale Erwärmung auf 1,5 °C oder 2 °C zu begrenzen, diskutieren. Doch bis heute gehen die Meinungen der Wissenschaftler darüber, welchen Wert diese „Klimasensitivität“ gegenüber CO2 hat, weit auseinander.
Die Debatten begannen mit den verschiedenen Computermodellierern. Ende der 1970er Jahre versuchten Klimamodellierer, die Auswirkungen steigender Kohlendioxidkonzentrationen zu modellieren, indem sie eine Simulation mit den aktuellen Konzentrationen durchführten und anschließend eine weitere, bis auf die doppelte Konzentration identische Simulation.
Anschließend verglichen sie die globalen Durchschnittstemperaturen beider Simulationen. Die zusätzliche Erwärmung in der verdoppelten Modellwelt wurde als „Gleichgewichtsklimasensitivität“ (ECS) bekannt, doch jedes Computermodell lieferte einen anderen Wert. Die Unterschiede waren beträchtlich. Der einflussreiche „Charney-Bericht“ von 1979 (Charney 1979) kam zu dem Schluss, dass die ECS jeden Wert zwischen 1,5 °C und 4,5 °C annehmen kann.
Das ist eine ziemlich große Spanne! Der höchste Wert prognostizierte eine dreimal so starke globale Erwärmung wie der niedrigste.
Aber Sie denken jetzt wahrscheinlich: „Nun ja, das war 1979 – Computer waren noch sehr primitiv und die Klimaforschung ein relativ junges Forschungsgebiet – die Schätzungen wurden inzwischen sicher genauer“. Was sagte also der Fünfte Sachstandsbericht des IPCC (2013)? Er kam zu dem Schluss, dass die Erderwärmung „wahrscheinlich“ zwischen 1,5 °C und 4,5 °C liegen würde! Genau derselbe Bereich wie 1979. Und das war nur der „wahrscheinliche“ Bereich. Der IPCC räumte ein, dass der tatsächliche Wert möglicherweise höher oder niedriger ausfallen könnte!
Knutti et al. (2017) fassten das Problem in der folgenden Tabelle zusammen, die die Bandbreite, der in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichten ECS-Schätzungen zeigt:
Verschiedene Schätzungen der „Gleichgewichtsklimasensitivität“ (ECS)-Klimasensitivität. Adaptiert nach Abbildung 2 von Knutti et al. (2017).
Schauen Sie sich die Tabelle selbst an – welcher Wert (falls überhaupt einer) ist korrekt? Wenn Sie tiefer in die Materie einsteigen möchten, können Sie auch die Quellenangaben neben den einzelnen Schätzungen lesen, um zu sehen, wie diese berechnet wurden.
Ähnliche Debatten gibt es bereits seit den 1980er Jahren über ein alternatives Maß für die Klimasensitivität, die sogenannte „Transient Climate Response“ (TCR).
Hoffentlich wird Ihnen klar, dass, wenn sich die Wissenschaftler immer noch heftig darüber uneinig sind, wie „empfindlich“ die globalen Temperaturen auf eine Verdopplung des CO2 reagieren, die Berechnung, „wieviel vom Menschen verursachte globale Erwärmung wir bei einem ‘business-as-usual’-Verhalten erwarten sollten“, noch völlig offen sein.
Für unsere abschließende Analyse haben wir daher nicht versucht, den wahren ECS-Wert (oder TCR-Wert) zu bestimmen, sondern eine Bandbreite möglicher Werte betrachtet. Für jeden Wert haben wir berechnet, mit welcher vom Menschen verursachten globalen Erwärmung wir bei einem „business-as-usual“-Ansatz bis zum Jahr 2100 rechnen müssen.
Nachfolgend sind die Ergebnisse für die ECS-Werte aufgeführt – die entsprechenden Projektionen für TCR finden Sie in der Veröffentlichung.
Ein bemerkenswertes Ergebnis ist, dass das Pariser Abkommen zur Begrenzung der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung auf unter 2 °C innerhalb von 35 bis 45 Jahren nicht mehr zustande käme, wenn die Klimasensitivität (ECS) über 4 °C läge und wir „business-as-usual“ weitermachen würden. Liegt die ECS hingegen unter 2 °C, bliebe das Pariser Abkommen selbst bei Fortsetzung des bisherigen Wirtschaftsstils das gesamte 21. Jahrhundert über gültig. Die IPCC-Berichte gehen jedoch davon aus, dass die „wahrscheinliche“ Bandbreite potenzieller ECS-Werte noch größer ist, nämlich von 1,5 bis 4,5 °C. Ähnliche Ergebnisse fanden wir für die Gesamtklimasensitivität (TCR).
Dies führte zu unserem abschließenden Schluss:
„Daher haben die derzeitigen Schätzungen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) für die „wahrscheinliche“ Bandbreite der TCR von 1,0 bis 2,5 °C und der ECS von 1,5 bis 4,5 °C noch nicht geklärt, ob die vom Menschen verursachte globale Erwärmung ein Problem des 21. Jahrhunderts ist.“
Warum die Abschaffung des RCP8.5-Szenarios ein wichtiger Schritt ist, aber nicht das Ende der UN-Panikmache wegen des Klimawandels bedeutet?
Also, welche Bedeutung hat es letztendlich, dass RCP8.5 aus den IPCC-Szenarien gestrichen wurde?
Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung – trotz der Behauptung von Van Vuuren et al. (2026), sie hätten RCP8.5 verworfen, weil es „unplausibel geworden“ sei, wie unsere Analyse im Jahr 2020 und andere Studien (Ritchie und Dowlatabadi 2017b, 2017a; Burgess et al. 2020; RA Jr. Pielke und Ritchie 2021) gezeigt haben. RCP8.5 war als „business-as-usual“-Szenario nie plausibel. Da es jedoch das einzige RCP-Szenario war, das keine expliziten, umfassenden Klimaschutzmaßnahmen für das 21. Jahrhundert vorsah, wurde es von den Computermodellierungsgruppen standardmäßig als Szenario verwendet, um „business-as-usual“-Klimaveränderungen zu simulieren.
Leider befürchten wir jedoch, dass dies nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist. Der IPCC wird sich bei seinen Klimaprognosen weiterhin auf die aktuellen Klimamodelle stützen. Aber, wie wir in der Studie erläutern, stammen die meisten der höchsten Schätzwerte für die Klimasensitivität aus diesen Modellen. D. h., selbst bei einem „business-as-usual“-Emissionen-Szenario werden ihre Modelle daher weiterhin eine dramatische, „vom Menschen verursachte globale Erwärmung“ simulieren.
Dennoch ist es zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Dieser Artikel wurde erstmals am 25. Mai 2026 auf der CERES-Website veröffentlicht.
Übersetzung: Eric Vieira
Referenzen
- Burgess, Matthew G., Justin Ritchie, John Shapland, and Roger Pielke. 2020. “IPCC Baseline Scenarios Have Over-Projected CO2 Emissions and Economic Growth.” Environmental Research Letters16 (1): 014016. https://doi.org/10.1088/1748-9326/abcdd2.
- Charney, Jule. 1979. Carbon Dioxide and Climate: A Scientific Assessment 1979. National Research Council. https://doi.org/10.17226/12181.
- Connolly, Ronan, Michael Connolly, Robert M. Carter, and Willie Soon. 2020. “How Much Human-Caused Global Warming Should We Expect with Business-As-Usual (BAU) Climate Policies? A Semi-Empirical Assessment.” Energies13 (6): 1365. https://doi.org/10.3390/en13061365.
- Hausfather, Zeke, and Glen P. Peters. 2020. “Emissions – the ‘Business as Usual’ Story Is Misleading.” Nature577 (7792): 7792. https://doi.org/10.1038/d41586-020-00177-3.
- Knutti, Reto, Maria A. A. Rugenstein, and Gabriele C. Hegerl. 2017. “Beyond Equilibrium Climate Sensitivity.” Nature Geoscience10 (10): 727–36. https://doi.org/10.1038/ngeo3017.
- Meinshausen, Malte, S. J. Smith, K. Calvin, et al. 2011. “The RCP Greenhouse Gas Concentrations and Their Extensions from 1765 to 2300.” Climatic Change109 (1): 1. https://doi.org/10.1007/s10584-011-0156-z.
- Pielke, Roger A. 2005. “Misdefining ‘Climate Change’: Consequences for Science and Action.” Environmental Science & Policy, Mitigation and Adaptation Strategies for Climate Change, vol. 8 (6): 548–61. https://doi.org/10.1016/j.envsci.2005.06.013.
- Pielke, Roger A. Jr., and Justin Ritchie. 2021. “How Climate Scenarios Lost Touch With Reality.” Issues in Science and Technology, July 26. https://issues.org/climate-change-scenarios-lost-touch-reality-pielke-ritchie/.
- Report of the Conference of the Parties on Its Twenty-First Session, Held in Paris from 30 November to 13 December 2015. Addendum. Part Two: Action Taken by the Conference of the Parties at Its Twenty-First Session. | UNFCCC (2016). https://unfccc.int/documents/9097.
- Ritchie, Justin, and Hadi Dowlatabadi. 2017a. “The 1000 GtC Coal Question: Are Cases of Vastly Expanded Future Coal Combustion Still Plausible?” Energy Economics65 (June): 16–31. https://doi.org/10.1016/j.eneco.2017.04.015.
- Ritchie, Justin, and Hadi Dowlatabadi. 2017b. “Why Do Climate Change Scenarios Return to Coal?” Energy140 (December): 1276–91. https://doi.org/10.1016/j.energy.2017.08.083.
- Van Vuuren, Detlef P., Brian C. O’Neill, Claudia Tebaldi, et al. 2026. “The Scenario Model Intercomparison Project for CMIP7 (ScenarioMIP-CMIP7).” Geoscientific Model Development19 (7): 2627–56. https://doi.org/10.5194/gmd-19-2627-2026.
Weiterführende Literatur
- Hausfather, Peters & Foster. Substack, May 18, 2026. https://www.theclimatebrink.com/p/on-the-death-of-rcp85. Sie stimmen darin überein, dass das RCP8.5-Szenario hätte verworfen werden sollen, widersprechen aber Trumps Behauptung, es sei „falsch“ gewesen. Sie argumentieren, dass das RCP8.5-Szenario verworfen wurde, weil die Gesellschaft ihren Emissionspfad durch grüne Maßnahmen reduziert hat.
- Pielke Jr. Substack, May 18, 2026. https://rogerpielkejr.substack.com/p/no-rcp85-did-not-become-implausible. Pielke argumentiert, dass RCP8.5 von Anfang an nie plausibel war und nichts mit aktuellen politischen Entwicklungen zu tun hat.
- Connolly, Connolly & Soon. Apr 15, 2021. https://www.ceres-science.com/post/how-much-global-warming-should-we-expect-under-business-as-usual-policies. Eine frühere Zusammenfassung unserer Studie von Connolly et al. (2020).
more news
The WHO is at it Again: Climate Change Repackaged as a Health Emergency
The climate-health linkage is only the latest iteration of an age-old pattern of authoritarians who claim expert knowledge to order people’s lives onto the road to serfdom, says Tilak Doshi.
Amsterdam Ad Ban Typifies Climate Alarmism’s Farce
Amsterdam just became the world’s first capital to outlaw public ads for both meat and fossil fuels. But advertising bans serve only to boost a feeling of moral superiority among urban elites while achieving nothing and jeopardizing much, says Vijay Jayaraj.
The climate catastrophe has been called off – the plundering continues. Politicians and the media are complicit.
In this article for EIKE – European Institute for Climate and Energy, author Michael Limburg examines the political and media fallout after the IPCC quietly dropped the extreme RCP8.5 climate scenario as a plausible future pathway. The debate in the German Bundestag raises broader questions about how climate risks have been communicated — and whether exaggerated scenarios were used to justify far-reaching policies.
















