Wird es in Kanada wirklich wärmer?
Erwärmt sich Kanada wirklich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, wie es die kanadische Regierung behauptet? Ein neuer wissenschaftlicher Bericht kommt zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall ist, und argumentiert, dass die gemeldete Erwärmung in Kanada größtenteils auf schwerwiegende Fehler in den offiziellen Temperaturdaten zurückzuführen ist.
Erwärmt sich Kanada wirklich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, wie es die kanadische Regierung behauptet? Ein neuer Bericht sagt Nein, denn die Daten, die Environment and Climate Change Canada (ECCC) verwendet, sind offenbar durch grundlegende Fehler verfälscht – so gravierend, dass nach ihrer Korrektur die gesamte vermeintliche Erwärmung der letzten sechs oder sieben Jahrzehnte verschwindet.
Angesichts der Tatsache, dass Kanada einen großen Teil der globalen Landfläche ausmacht, fragt man sich natürlich, ob sich die Welt tatsächlich so stark erwärmt, wie uns gesagt wird.
Ein Report, der das Gerede von der globalen Erwärmung in Frage stellt
Diese Entdeckung hätte in ganz Kanada für Schlagzeilen in den Mainstream-Medien sorgen müssen. Schließlich wurden die Fehler in den kanadischen Temperaturdaten bereits vor über vier Jahren von Dr. Joseph Hickey entdeckt, einem hochqualifizierten kanadischen Datenwissenschaftler, und die von mir geleitete Gruppe, die International Climate Science Coalition – Canada, hat seit einem Monat darüber berichtet.
Aber erwarten Sie nicht, dass die Mainstream-Medien im „Great White North” etwas darüber berichten werden. Die meisten kanadischen Medien werden stark von der Bundesregierung und den Provinzregierungen subventioniert, die eine Berichterstattung über diese Geschichte wahrscheinlich nicht begrüßen würden. Dr. Dave Snow, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaft an der University of Guelph, schreibt:
„Kanada hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, darunter Subventionen, Steuererleichterungen und obligatorische Beiträge ausländischer Technologieunternehmen, die zweifellos einen Großteil der Einnahmen von Nachrichtenagenturen und der Gehälter von Journalisten ausmachen – möglicherweise bis zu 50 Prozent.“
Die öffentliche Infragestellung der Regierungspropaganda zu einem so wichtigen Thema wie dem Klimawandel ist für jeden Redakteur ein riskantes Unterfangen, wenn dies dazu führt, dass seine Geldgeber blamiert werden.
Warum die Merdien schweigen
Hier ist etwas, von dem die Regierungen in Kanada – und die Medien, die von ihrer Großzügigkeit abhängig sind – lieber hätten, dass Sie es nie erfahren. Am 23. Dezember wurde der Bericht [Titel übersetzt] „Künstliche schrittweise Erhöhungen der homogenisierten Temperaturdaten entkräften veröffentlichte Behauptungen zur Klimaerwärmung in Kanada” von Dr. Joseph Hickey, einem Datenwissenschaftler mit einem Doktortitel in Physik, veröffentlicht. Der Bericht wurde von CORRELATION Research in the Public Interest veröffentlicht und befasst sich mit einem erheblichen Fehler in den Temperaturdaten Kanadas.
Der Temperatursprung im Jahre 1998 und das Daten-Problem
Anhand der Daten der ECCC für Hunderte von Stationen im ganzen Land hatten Wissenschaftler zuvor berechnet, dass die Temperatur in Kanada in den letzten sechs bis sieben Jahrzehnten um 1 bis 2 Grad Celsius gestiegen ist. Doch 1998, genau in dem Jahr, in dem 72 kanadische Referenz-Klimastationen erstmals in das Globale Klimabeobachtungssystem aufgenommen worden waren, kam es an den meisten Stationen im ganzen Land zu einem plötzlichen stufenweisen Anstieg von etwa 1 Grad Celsius.
Zahlreiche Studien in der wissenschaftlichen Literatur behaupten, dass solche plötzlichen Temperatursprünge nicht auf echte Klimaveränderungen zurückzuführen sind, sondern durch Messartefakte verursacht werden, welche die Daten verfälschen. Sie argumentieren, dass diese Daten daher aus den Aufzeichnungen entfernt werden sollten. Obwohl eine der Studien, die dies erklärt, von Dr. Lucie A. Vincent verfasst worden ist, der leitenden Klimatologin bei Environment Canada, wurde der Temperatursprung in den Daten der ECCC belassen und ist bis heute dort zu finden. Hickey kommt zu dem Schluss: „Die gemeldete Klimaerwärmung in Kanada scheint vollständig auf einen Fehler bei der Temperaturmessung zurückzuführen zu sein.“
Ignorierte Warnungen aus Regierungskreisen
Hickey entdeckte dies erstmals im Jahr 2021, als er als Analyst für die Bank of Canada tätig war und daher daran gehindert wurde, seine Erkenntnisse der Öffentlichkeit mitzuteilen. Nachdem er die Bank verlassen hatte, sicherte er sich über einen Informationszugang seine Kommunikation mit Environment Canada, weshalb wir wissen, was als Nächstes geschah.
In diesem Jahr machte Hickey Environment Canada auf das Problem aufmerksam und erklärte Vincent ausführlich, dass die Schärfe des Temperaturanstiegs und dessen Ausmaß darauf hindeuten, dass er nicht auf einen tatsächlichen Klimawandel zurückzuführen ist. Er legte auch eine gründliche Analyse der möglichen Ursachen für das Artefakt vor, zu denen Landnutzungsänderungen und Änderungen an den Messgeräten gehören könnten. Beides könnte leicht zu einer Verschiebung der Temperaturdaten um ein Grad führen. Darüber hinaus erklärte er: „Es gibt keine anderen ähnlichen großen und geografisch weit verbreiteten Diskontinuitäten im AHCCD-Datensatz [dem wichtigsten Temperaturdatensatz von Environment Canada] in anderen Jahren.“ Dieser Anstieg könnte für fast die gesamte behauptete Erwärmung verantwortlich sein, die für Kanada in den letzten sechs oder sieben Jahrzehnten berechnet worden ist.
Vincent wies ihn im Wesentlichen zurück, gab keine Erklärung für den sprunghaften Anstieg und sagte, dass die Verschiebung „wahrscheinlich nur auf Klimaschwankungen zurückzuführen ist“.
Warum fehlerhafte Daten immer noch die Klimapolitik bestimmen
Kanada gibt also Hunderte Milliarden Dollar für die Bekämpfung des Klimawandels aus, wobei es sich weitgehend auf Daten stützt, von denen der am stärksten an ihrer Erstellung beteiligte Regierungswissenschaftler nur sagen kann, dass sie „wahrscheinlich“ auf eine Erwärmung hindeuten.
Hickey war nicht der einzige Mitarbeiter der Bank of Canada, der die Temperaturdaten des ECCC beanstandete. In seinem Bericht vom Dezember schreibt er:
„Am 7. Dezember 2020 schickte Julien McDonald-Guimond, Ökonom bei der Bank of Canada, eine E-Mail an Forscher von Environment Canada mit einer Anfrage zu den … täglichen Temperaturaufzeichnungen und wies darauf hin, dass er einige Fälle gefunden habe, in denen die tägliche Tiefsttemperatur höher war als die tägliche Höchsttemperatur für den gleichen Tag und für die gleiche AHCCD-Station.”
Tatsächlich gab es mehr als 10.000 Fälle, in denen die tägliche Tiefsttemperatur höher war als die Tageshöchsttemperatur.
Megan Hartwell, Klimadatenanalystin bei Environment Canada, antwortete McDonald-Guimon: „Wir waren ziemlich überrascht über die Häufigkeit des von Ihnen gemeldeten Problems und haben uns etwas Zeit genommen, um die Daten sorgfältig durchzugehen.“
Dass ECCC von McDonald-Guimonds Befund überrascht war, ist Grund genug zur Sorge. Aber die Tatsache, dass sie sich nun „die Zeit genommen haben, die Daten sorgfältig zu überprüfen“, wirft die Frage auf: Haben sie die Daten vor der ersten Veröffentlichung nicht sorgfältig geprüft?
Environment and Climate Change Canada hat noch nicht auf Hickeys Bericht vom Dezember reagiert. Sie haben einiges zu erklären.
Dieser Artikel wurde zuvor auf americanthinker.com veröffentlicht.
Tom Harris ist Geschäftsführer der International Climate Science Coalition – Canada.
Übersetzt von Christian Freuer
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