Die Eisbär-Saga: Was Wissenschaftler schon vor der Veröffentlichung von Frozen Planet wussten
Im Jahr 2011 wurde den Zuschauern der BBC weisgemacht, dass die Eisbären in der Barentssee aufgrund des klimabedingten Rückgangs des Meereises hungerten. Spätere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass diese Darstellung nicht mit den damals bereits verfügbaren Daten übereinstimmte.
In der Folge „On Thin Ice” seiner BBC-Serie „Frozen Planet” aus dem Jahr 2011 erklärte Sir David Attenborough den Zuschauern, dass Eisbärenmütter und ihre Jungen in der gesamten Arktis hungerten, weil der Klimawandel das Meereis schmelzen ließ – und das, obwohl er neben einer dicken, gesunden Eisbärin aus der Barentssee saß.
Ich frage mich, wie Sir David Attenborough sich jetzt fühlt. Hat ihm jemand erzählt, dass norwegische Biologen endlich zugegeben haben, dass die Eisbären in der Barentssee 2010, als sie bei den Dreharbeiten zu seiner BBC-Dokumentation halfen, tatsächlich dick und gesund waren? Oder wusste Attenborough schon damals, dass diese Eisbärenpopulation trotz des starken Rückgangs des Meereises florierte – ließ seine Zuschauer aber etwas anderes glauben?
Attenborough unternahm eine Expedition nach Spitzbergen (wahrscheinlich im Frühjahr 2010), wo er neben einer sedierten fetten Bärin saß und über hungernde Eisbären und sinkende Populationen aufgrund des Verlusts von Meereis sprach. Diese Sequenz wurde in der gleichen Gegend gedreht, in der Forscher kürzlich gezeigt haben, dass sich die Bären zumindest bis 2005 in einem viel besseren Zustand befanden als 1995, obwohl das lokale Meereis dramatisch zurückgegangen war (Aars et al. 2026).
Das bedeutet auch, dass die Bären untersucht und vermessen wurden, so dass die Biologen gewusst haben müssen, dass die Bären im Jahr 2010 nicht an Hunger starben, sondern es ihnen sogar besser ging als 1995 – obwohl sich der Zustand des Meereises deutlich verschlechtert hatte.
Unten finden Sie eine Grafik der norwegischen Beobachtungsstation, die jedes Jahr ihre Daten zu den Eisbären auf Spitzbergen veröffentlicht. Diese Grafik zeigt den Körperzustand erwachsener männlicher Bären bis zum Jahr 2025 – sieben Jahre über das Enddatum der Aars-Studie von 2026 hinaus.
Source: polarbearscience.com
Die folgende Aussage zum Bevölkerungswachstum im Vergleich zum Meereis stammt von der gleichen Website:
Anmerkung: Die folgenden beiden Graphiken werden hier in deutscher Übersetzung gezeigt (via Google Translate)
It seems to me that by 2010 when these same authors helped Attenborough make his BBC documentary, these researchers already had the data they needed to determine that sea ice loss was not causing a population decline in the Barents Sea because female bears were not starving (Lippold et al. 2019).
In the figure below, the last panel (“BCI”) shows body condition (i.e., “fatness”) of females over time, from 1997 until 2017. While by 2010, the modest increase in body condition may not have been as strongly apparent as it was a few years later but there was definitely not a decline.
Quelle: polarbearscience.com
Fette Bären bedeuten, dass die Population gesund ist und gedeiht und nicht ums Überleben kämpft.
Ich schlage zwei Optionen vor: Entweder haben norwegische Forscher Attenborough über den Zustand der Bären in der Barentssee belogen, oder sie haben seine Lüge mitgemacht, dass diese Bären genauso hungerten wie „die meisten Bären” in der Arktis – weil sie alle an der Erzählung festhielten, dass der durch den vom Menschen verursachten Klimawandel bedingte Verlust des Meereises letztendlich dazu führen würde, dass die Eisbären fast aussterben würden (Crockford 2019).
Ich schätze, wir werden es nicht erfahren, solange ihn niemand danach fragt.
Ich habe natürlich schon früher über Attenboroughs „Arctic Betrayal“ geschrieben, der 2019 einen ungeheuerlichen Höhepunkt erreichte, als er der Welt fälschlicherweise erzählte, dass russische Walrosse sich wegen des Klimawandels von hohen Klippen gestürzt hätten – obwohl sie in Wirklichkeit von Bären verfolgt worden waren. Es gab ein Video (unten kopiert) und dann ein Buch (Fallen Icon: Sir David Attenborough and the Walrus Deception).
Attenboroughs Video „Arctic Betrayal“ (Verrat an der Arktis) hier.
References
Aars, J., Ieno, E.N., Andersen, M. et al. 2026. Body condition among Svalbard Polar bears Ursus maritimus during a period of rapid loss of sea ice. Scientific Reports 16, 2182. https://doi.org/10.1038/s41598-025-33227-9 Open access.
Crockford, S.J. 2019. The Polar Bear Catastrophe That Never Happened. Global Warming Policy Foundation, London. Available in paperback and ebook formats.
Crockford, S.J. 2022. Sir David Attenborough and the Walrus Deception. Amazon KDP, Victoria.
Lippold, A., Bourgeon, S., Aars, J., et al. 2019. Temporal trends of persistent organic pollutants in Barents Sea polar bears (Ursus maritimus) in relation to changes in feeding habits and body condition. Environmental Science and Technology 53(2):984-995. https://doi.org/10.1021/acs.est.8b05416
This article was previously published on polarbearscience.com
Link: https://clintel.org/biologists-knew-barents-sea-bears-were-not-starving/
Übersetzt von Christian Freuer
more news
China cooks the carbon accounting books by 400 million tons
China treats us like mugs and we cheer it on, says Jo Nova. Almost no one cares that the largest emitter on Earth has gaping holes in its CO2-numbers.
Why Aren’t Democrats Fighting Back? Morano on Turning Point in U.S. Climate Politics
Democrats and American environmental groups have grown strangely quiet on climate, says Marc Morano in a recent podcast with Tom Nelson. “It’s the complete and total collapse of everything we’ve covered over the last two decades of the climate movement.”
Dutch Climate ‘Hero’ Donald Pols Had Far-Right Past; Friends of the Earth Knew
Donald Pols was one of the most recognisable figures in the Dutch environmental movement. In 2021, he achieved a landmark victory when a Dutch court ruled that Shell must accelerate its emissions reductions. Following his highly controversial move to Tata Steel last month, it has now emerged that Pols was chairman of the Afrikaner Student Front (ASF) during his youth—a far-right student organisation that opposed the dismantling of apartheid. Friends of the Earth Netherlands, his former employer, has been aware of this part of his past for at least five years.









