Die wahre Umweltkrise ist nicht der Klimawandel
Während Regierungen Milliarden für die Reduzierung von CO₂-Emissionen ausgeben, bleiben echte Umweltprobleme ungelöst. Die eigentliche Umweltkrise ist nicht der Klimawandel, sondern Müll, verschmutztes Wasser und mangelhafte Regierungsführung.
Was wäre, wenn das schlimmste Umweltproblem nicht das wäre, über das alle reden? Während westliche Eliten Fairtrade-Kaffee trinken und sich über Kohlenstoff-Fußabdrücke den Kopf zerbrechen, versinkt die Entwicklungswelt in einer selbst verursachten giftigen Suppe – einer Krise, die sich völlig von der Phantomgefahr des Klimawandels unterscheidet.
Die eigentliche Umweltkatastrophe ist nicht die moderate Erwärmung, die den Menschen geholfen hat, zu gedeihen. Es sind Bodendegradation, vergiftetes Wasser und andere Formen der Umweltverschmutzung, die den Globalen Süden lebendig begraben.
Ja, wir haben den falschen Umweltkrieg geführt.
Die wahre Umweltkrise: Müll, Umweltverschmutzung und Krankheiten
Der schäumende schwarze Schlamm in den Flüssen, die Berge von unbehandeltem Müll, die in den Straßen vor sich hin faulen, und die unsichtbaren Superbakterien, die sich in den Wasserwegen vermehren, stellen eine echte Krise dar, die sich über ganze Kontinente erstreckt.
In Ghana wird nur ein Viertel des täglichen Mülls zur Entsorgung eingesammelt. Nicht eingesammelte Abfälle ziehen Insekten an, die Malaria und Dengue-Fieber übertragen. In südafrikanischen Townships geben fast drei Viertel der Einwohner an, an Krankheiten zu leiden, die direkt auf unsachgemäße Abfallentsorgung zurückzuführen sind. Cholera steht dabei ganz oben auf der Liste.
Südostasien zählt mittlerweile zu den größten Verursachern der Plastikverschmutzung der Meere. Unsachgemäß entsorgter Müll gelangt über Flüsse in die Küstengewässer und schädigt die Fischerei und den Tourismus. Die Plastikverschmutzung ist auf Versäumnisse der Politik zurückzuführen, nicht auf atmosphärische Chemie. Die Lösungen sind banal, werden aber nicht umgesetzt: Müllwagen, technische Deponien und moderne Verbrennungsanlagen mit Abgasreinigungsfiltern.
Geldverschwendung für Net Zero, während grundlegende Umweltbedürfnisse ignoriert werden
Doch hier zeigt sich die besondere Tragik unserer Zeit: Während unsere Kinder vergiftetes Wasser trinken, haben unsere Regierungen Milliarden von Dollar auf dem Altar der Netto-Null verbrannt. Sie lenken wertvolle finanzielle Ressourcen, Energie und administrative Kapazitäten in den Kampf gegen ein Phantom. Sie jagen der Zustimmung der Vereinten Nationen und des Weltwirtschaftsforums hinterher und schwören Treue zu einem „Krieg gegen den Kohlenstoff“. Sie verkünden milliardenschwere „erneuerbare“ Ziele für Solar- und Windkraftanlagen.
In Ländern, in denen Kapital knapp und konkurrierende Prioritäten zahlreich sind, hat diese Umverteilung erhebliche Folgen. Milliarden, die für die Umstellung auf erneuerbare Energien in armen Ländern bereitgestellt werden, führen zu Verzögerungen bei Investitionen in Abwasserbehandlung, Sanitärsysteme und Abfallmanagement.
Die Umweltminister in Entwicklungsländern wurden in eine Hierarchie der Anliegen sozialisiert, die die atmosphärische Konzentration eines pflanzlichen Nährstoffs – Kohlendioxid – über nachweisbare Gesundheitskatastrophen in ihren Zuständigkeitsbereichen stellt.
CO₂ als politischer Nebenschauplatz, nicht als wissenschaftlicher Notfall
Die Rechtfertigung für diese katastrophale Haltung basiert auf der Behauptung, dass Kohlendioxid (CO₂) eine Klimakrise verursacht. Die Annahme, dass dieses Spurengas eine gefährliche globale Erwärmung verursacht, ist unwissenschaftlich. Die „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis” ist alles andere als das.
Forscher wie William Happer und W. A. van Wijngaarden haben gezeigt, dass der Treibhauseffekt jedes CO₂-Moleküls mit steigender Konzentration in der Atmosphäre abnimmt. Mehr CO₂ in die Atmosphäre zu bringen ist wie ein schwarzes Fenster mit einer weiteren Schicht schwarzer Farbe zu streichen; es macht kaum einen Unterschied für das durchgelassene Licht.
Darüber hinaus deuten neue Daten darauf hin, dass die globale Erwärmung zwischen 1899 und 1940 – also vor dem Anstieg der Industrieemissionen – möglicherweise höher war als die Erwärmung zwischen 1983 und 2024. Wenn menschliche Emissionen der wichtigste Einflussfaktor für das Klima sind, wie lässt sich dann die stärkere Erwärmung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erklären? Gar nicht!
Jedes Mal, wenn eine Stadt in Indien oder Bangladesch überflutet wird, schreien die Medien „Klimawandel!“ und machen die Verbrennung fossiler Brennstoffe für den Regen verantwortlich. Das ist eine Lüge. Der Regen ist real, aber die Ursache der Katastrophe ist erfunden. Analysen der Todesfälle durch Überschwemmungen in Indien zeigen immer wieder, dass Fehler in der Stadtplanung die Ursache sind.
Klima-Alarmismus lenkt Ressourcen von echten Lösungen für die Umwelt ab
Eine aktuelle Bewertung des US-Energieministeriums kommt zu dem Schluss, dass übermäßig aggressive Maßnahmen zur Reduzierung von CO₂-Emissionen für das wirtschaftliche Wohlergehen eher schädlich als nützlich sind. Die wissenschaftlichen Argumente für die Einstufung von CO₂ als globale Bedrohung haben mit der Weiterentwicklung von Beobachtungsdaten und physikalischen Modellen an Gewicht verloren.
Warum fossile Brennstoffe für die Lösung der tatsächlichen Umweltverschmutzung unerlässlich sind
Die Ironie dabei ist, dass die fossilen Brennstoffe, deren Verzicht vorgeschlagen wird, zur Lösung der eigentlichen Probleme benötigt werden: Hochtemperatur-Verbrennungs-, Recycling- und Wasseraufbereitungsanlagen benötigen große Mengen an zuverlässiger, erschwinglicher Grundlastenergie. Solar- und Windenergie können diese nicht erbringen.
Eine robuste Überschwemmungen und Stürmen standhaltende Infrastruktur erfordert Stahl und Beton, hergestellt unter Verwendung von Kohle und Erdgas. Um die Qualität der Raumluft zu verbessern, müssen Haushalte von der Verbrennung von Dung und Holz auf sauber verbrennendes Flüssiggas umsteigen.
Umweltideologie vs. Menschenwürde
Die Klimapanik ist ein Luxusabenteuer für die Reichen. Für die meisten geht es um sauberes Wasser, atembare Luft und ein Leben in Würde, frei von Schmutz. Die abstrakten, unwissenschaftlichen und profitablen Kohlenstoff-Ziele, die auf Maß für milliardenschwere Konzerne zugeschnitten sind, werden den Globalen Süden nicht vor den verheerenden Auswirkungen der realen Umweltverschmutzung bewahren.
Je länger die Entwicklungsländer sich von klimapolitischen Tugendbekundungen blenden lassen, desto länger verschieben sie die echte Umweltsanierung, die ihre Bevölkerung verdient.
Dieser Kommentar wurde erstmals am 28. Januar bei The Center Square veröffentlicht.
Übersetzt von Christian Freuer.

Vijay Jayaraj
Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Fairfax, Virginia. Er hat einen Master of Science in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduiertenabschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften von der Anna University in Indien. Er war als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Changing Oceans Research Unit an der University of British Columbia in Kanada tätig.
more news
Interview with Andreas N. Angelakis
What is your background?I hold a Bachelor of Agricultural Science from the Agricultural University of Athens (1962) and a Bachelor of Science in Civil Engineering from the University of California, Davis (1976)
First CERES podcast is online
First CERES podcast is online In this new podcast series, the CERES team will talk about science – reviewing the latest science, revisiting old scientific questions, and discussing some of CERES’s own scientific research. Often their discussions can be quite controversial because the team is more interested in figuring out what is scientifically [...]
“Clean Energy Sector is Dead”
“Clean Energy Sector is Dead” “The whole sector — solar, wind, hydrogen, fuel cells — anything clean is dead for now”, says Nishant Gupta, founder and chief investment officer at London-based Kanou Capital LLP. First published by Jo Nova. publications Clintel Foundation Date: 12 [...]






