Fritz Vahrenholts Newsletter: Eine Lehre aus dem Terroranschlag

Der Newsletter von Fritz Vahrenholt bietet persönliche Kommentare zu globalen Temperaturveränderungen und energiepolitischen Themen direkt vom Verfasser.

Climate Intelligence (Clintel) is an independent foundation informing people about climate change and climate policies.

Berlin (Quelle: pixabay.com)

Dr. Fritz Vahrenholt
Date: 7. Januar 2026

SHARE:

Die globale Temperatur hat sich im Dezember 2025 weiter deutlich verringert. Sie beträgt nur noch um 0,3 Grad Celsius höher als das langjährige Mittel. Das Jahr 2025 war insgesamt deutlich kühler als 2024. Der Abkühlungstrend wird fortgesetzt.

Eine grundsätzliche Lehre aus dem Terroranschlag auf das Berliner Stromnetz

Die Stilllegung der Stromversorgung im Süden Berlins hat uns die Fragilität der Politik der Energiewende vor Augen geführt. Ziel der Energiewende ist es ja, nicht nur die Stromversorgung auf Wind- und Sonnenenergie umzustellen, sondern auch die beiden anderen Säulen der Energieversorgung, nämlich die Wärmeversorgung und den Verkehrssektor auf Strom umzustellen. Alles auf Strom heißt, auf Gas und Öl im Wärmesektor und Öl (Benzin/Diesel) im Kraftfahrzeugsektor zu verzichten.
Sektorkopplung nannte man diese Verengung der Energieversorgung auf einen Energieträger. Diese Sektorkopplung wurde von den grünen Hohepriestern als nachhaltiges Zukunftsmodell verbreitet und gefeiert. In seinem Ursprung war es ein Versuch, die Schwäche der Erneuerbaren Energien zu korrigieren, die in wind- und solarstarken Zeiten zu nicht verwertbaren Überschüssen führen. Diese nutzlosen Überschüsse sollten nach Speicherung in den Wärmesektor und den Kraftfahrzeugsektor gedrückt werden. Dass diese Sektorkopplung zu einer exorbitanten Kostensteigerung führt, ist oft genug an dieser Stelle beschrieben worden. Die Gesamtkosten der Energiewende bis 2045 beziffert Frontier economics mit unbezahlbaren 4800 bis 5400 Milliarden Euro.
Aber nun führt uns der Anschlag von Berlin vor Augen, dass ein solches, allein auf Strom basierendes Energiesystem höchst anfällig ist. Wir erfahren, dass beim Stromausfall auch die Wärmeversorgung ausfällt, jedenfalls dann, wenn sie durch Wärmepumpen erzeugt werden soll. Und zu allem Überfluss lernen wir, dass bei Minusgraden den Wärmepumpen durch platzende Rohre der Totalverlust droht. Diesen Beipackzettel gab es jedenfalls bislang nicht beim Habeckschen Heizungsgesetz, das die schwarz-rote Bundesregierung nahtlos weiterführen will. Der Inhalt des Gesetzes wird gleichbleiben, damit die Bürger das aber nicht so richtig mitbekommen, soll der Name des Gesetzes geändert werden.
Wir lernen auch, dass bei einem großflächigen Stromausfall auch die E-Fahrzeuge nur dann weiterhelfen können, wenn sie zufällig vor dem Knall aufgeladen worden sind. Anderenfalls fällt auch diese Nutzung aus.
Es war bislang eine große Resilienz (Widerstandsfähigkeit) damit verbunden, auf zwei speicherfähige Systeme für 75 % der Energieversorgung zurückgreifen zu können, nämlich die Gasversorgung für die Wärme und die Kraftstoffversorgung für die Mobilität. Dass die dritte Säule, die Stromversorgung, die bislang 25 % des Energieverbrauchs leistet, nun auch noch wetterabhängig gemacht wird und dann alle drei Säulen bedienen soll, entpuppt sich seit den Berliner Ereignissen noch deutlicher als links-grüner ideologischer Wunschtraum, der den Realitätstest nicht überstehen wird.
Der Text des ersten Bekennerschreibens bedient sich des Begründungszusammenhangs grüner und linker Ideologien der Klimaangst:
In der Gier nach Energie wird die Erde ausgelaugt, ausgesaugt, verbrannt, geschunden, niedergebrannt, vergewaltigt, zerstört. Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar gemacht. Sie verbrennen einfach. Oder Lebensräume verschwinden unter den Fluten bei Überschwemmungen oder aufgrund des steigenden Meeresspiegels. Fossile Kraftwerke abschalten ist Handarbeit.” Bis auf den letzten Satz könnte man ähnliche Formulierungen in Parteitagsbeschlüssen von Grünen, Linken und SPD lesen. Der Satz “Ganze Regionen werden unter der Hitze unbewohnbar” stammt sogar aus einem UN-Bericht von 2022. Die ideologische Begründung der Energiewende stammt aus dem gleichen Kontext des Klimaalarmismus, aus dem sich die Vulkangruppe zur Rechtfertigung ihrer verbrecherischen Aktionen bedient.
Climate Intelligence (Clintel) is an independent foundation informing people about climate change and climate policies.

Dr. Fritz Vahrenholt

Die oben genannten Artikel sind dem Rundbrief von Dr. Fritz Vahrenholt vom 7. Januar 2026 entnommen. Hier können Sie sich für diesen Rundbrief anmelden.

SHARE THIS ARTICLE:

Subscribe to our newsletter

Subscribe to our newsletter

Climate Intelligence Clintel

more news

AI accurately reconstructs temperatures across Antarctica

Artificial intelligence is increasingly being applied in climate science, with mixed results so far. A new study, however, suggests that deep learning can successfully reconstruct Antarctic surface temperatures despite limited observational data. By combining sparse measurements with reanalysis datasets, the researchers claim to achieve high accuracy—offering new insights into long-term temperature trends across the continent.

Clintel President Václav Klaus warns: “No radical change in Europe in the near future”

We must not be naïve optimists about climate policy and should not overestimate the recent positive signals, like those from President Trump. This is the view of Clintel President Václav Klaus: “Nothing has changed in the European Union. We, with a background in the social sciences, cannot imagine that any radical change will take place in Europe in the near future.” Klaus made these remarks in his speech at the annual meeting of the Norwegian Klimarealistene in Oslo on March 15.

March 17, 2026|Categories: News|Tags: , , , , , |

New study finds low CO2-sensitivity again

A new paper by Frank Stefani compares solar variability and CO₂ emissions as drivers of global sea surface temperatures. Using the solar aa geomagnetic index alongside CO₂ data, the study estimates a transient climate response (TCR) of about 1.1–1.4 K, near the lower end of the IPCC range. The results align closely with other observation-based estimates and highlight the continuing scientific debate about the relative roles of solar activity and greenhouse gases in recent climate change.

March 16, 2026|Categories: News|Tags: , , , , |
By |2026-01-07T14:21:30+01:00January 7, 2026|Comments Off on Fritz Vahrenholts Newsletter: Eine Lehre aus dem Terroranschlag
Go to Top