Die neue Sonnenreligion ist verheerend für Wildtiere und Ackerland
Der Staat New York zerstört ländliche Gemeinden, vernichtet Naturschutzgebiete und begräbt im Namen der grünen Energie fruchtbaren Ackerboden unter Solaranlagen.
Fährt man von Buffalo in den Genesee County, passiert man Felder, auf denen seit Generationen Mais und Sojabohnen angebaut werden. Schon bald werden Tausende dieser Hektar von Stahl und Glas bedeckt sein. Der Staat New York zwingt ländlichen Gemeinden, die nie darum gebeten haben, Solaranlagen im industriellen Maßstab auf, und die dort lebenden Menschen müssen feststellen, wie wenig ihre Stimme zählt, wenn ein Gouverneur anders entscheidet.
Das Mandat hinter dem Chaos
New York zerstört ländliche Gemeinden, vernichtet Naturschutzgebiete und begräbt fruchtbaren Ackerboden unter Solaranlagen – alles im Namen der grünen Energie. Die Wurzel dieser Kampagne ist der New Yorker Vorreiter im Klimaschutz- und Gemeindeschutzgesetz (CLCPA) von 2019. Dieses Gesetz schreibt vor, dass 70 % des Strombedarfs des Bundesstaates aus erneuerbaren Energien gedeckt werden müssen, die Treibhausgasemissionen um 40 % gegenüber dem Niveau von 1990 sinken und der Staat Speicherkapazitäten von mindestens 3 000 Megawatt aufbauen muss.
Die Fläche der 18 Solarkraftwerke ist enorm. Die Solaranlage Cider im Genesee County wird sich über 1620 Hektar erstrecken, die Solaranlage Ridge View im Niagara County über weitere 810 Hektar. Beide Projekte wurden trotz des starken Widerstands der Landwirte durchgesetzt.
Wildtiere zerstören und wichtige Informationen schwärzen
Was geschieht mit den Tieren, die dort leben, wo diese Paneele aufgestellt werden sollen? Das Projekt in Fort Edward betrifft ein Gebiet des Staatsamts für Umweltschutz (Department of Environmental Conservation, DEC) geschützten Grasland- und Vogelschutzgebietes. Dokumente des DEC beschreiben das Gebiet als entscheidend für die Brut von Wiesenbrütern und das Überwintern von Greifvögeln.
Das Gebiet beherbergt die Sumpfohreule, einen so seltenen Vogel, dass der Grassland Bird Trust in New York weniger als 50 Brutpaare zählt. Die als gefährdet eingestufte Hudsonweihe jagt dort. Fünfzehn Reptilien- und Amphibienarten, die Biologen bereits Sorgen bereiten, werden ihren Lebensraum verlieren. Diese Arten sind wichtige Indikatorarten, die Wildtierexperten zur Beurteilung des Zustands des Ökosystems überwachen.
Man würde erwarten, dass ein Staat, der sich seiner Vorreiterrolle im Umweltschutz rühmt, diese Informationen ohne Zögern veröffentlicht. Stattdessen erhielten Anwohner, die Anträge auf Informationsfreiheit bezüglich eines Behördenberichts zum Fort-Edward-Gelände stellten, ein so stark geschwärztes Dokument, dass ein Anwohner es mit den Schwärzungen in den Epstein-Akten verglich. Warum muss eine Regierungsbehörde die Auswirkungen eines Solarprojekts auf bedrohte Eulen verheimlichen?
Gouverneurin Kathy Hochul schuf das Amt für die Standortwahl erneuerbarer Energien und die Stromübertragung, um die Einwände der betroffenen Städte und Landkreise zu ignorieren. Kritiker werfen der Behörde vor, Bürokratie abzubauen, Umweltverträglichkeitsprüfungen zu umgehen und lokalen Widerstand zu unterdrücken, damit Projekte ungeachtet der Wünsche der Anwohner durchgesetzt werden können. Damit würden die Gemeinden, die der Staat angeblich schützen will, zum Schweigen gebracht.
Eine Abrechnung auf Bundesebene steht bevor
Bis 2026 begann sogar New Yorks eigene Klimaagenda unter der Last ihrer Widersprüche zu ächzen, was Gouverneurin Hochul im März zu einer Neuausrichtung des CLCPA zwang, in der die Beschwerden ländlicher Gemeinden anerkannt wurden.
Daraufhin folgte eine Rüge aus Washington. US-Landwirtschaftsministerin Brooke Rollins, EPA-Chef Lee Zeldin und die Leiterin der Small Business Administration Kelly Loeffler stellten gemeinsam die Genehmigung von Solaranlagenprojekten auf produktivem Ackerland durch New York infrage und kritisierten den Staat dafür, bei der Bewertung seiner landwirtschaftlichen Flächen keine Bundesstandards angewendet zu haben.
Und hier liegt der Widerspruch, der jeden Beamten, der diese Richtlinie unterzeichnet hat, in Verlegenheit bringen sollte. Hochul kündigte ein bis zu einjähriges Moratorium für neue Rechenzentren mit einer Leistungsaufnahme von über 50 Megawatt an, die typischerweise eine Fläche von 6 bis 16 Hektar belegen. Gleichzeitig hat New York bereits Solaranlagen auf rund 4 450 Hektar staatlich zertifiziertem, erstklassigem Ackerland und Wildtierlebensräumen errichtet.
Vor Jahrhunderten brachten südamerikanische Zivilisationen Land, Feldfrüchte und mitunter sogar Menschenleben dar, um Götter zu besänftigen, die ihrer Überzeugung nach das Klima beherrschten. New York hat dieses Ritual für ein modernes Publikum angepasst. Dort wurden Altäre aus Solarparks errichtet und eine Priesterschaft von Bürokraten eingesetzt, die die Spuren der Zerstörung, die ihre Politik anrichtet, verwischen.
Eine Regierung, die überzeugt ist, das Klima durch die Eroberung des ländlichen Raums kontrollieren zu können, betreibt keine Wissenschaft. Sie zwingt ihren Bürgern eine Ideologie auf, die den Preis dafür mit Eigentumsverlusten und einer geringeren Lebensqualität zahlt.
Übersetzung: Eric Vieira
Dieser Kommentar wurde erstmals am 29. August 2026 im Daily Caller veröffentlicht.

Vijay Jayaraj
Vijay Jayaraj ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der CO2 Coalition in Fairfax, Virginia. Er besitzt einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften von der University of East Anglia und einen Postgraduierten-Abschluss in Energiemanagement von der Robert Gordon University, beide in Großbritannien, sowie einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwesen von Anna University in Indien. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Changing Oceans Research Unit der University of British Columbia in Kanada tätig.
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