Ein Baum vom Morteratschgletscher beweist, dass die Klimaerzählung falsch ist
Ein Lärchenstamm, der vor über 10 000 Jahren zu wachsen begann, wurde später von einem Schweizer Gletscher begraben und im Jahr 2025 wieder freigelegt. Das beweist, dass die offizielle Klimaerzählung schlichtweg falsch ist.
Es klingt wie ein Lottogewinn, und genau so beschreiben es die Beteiligten: Im Juni 2025 wurde an der zurückweichenden Gletscherzunge des Morteratschgletschers im Engadin (Schweiz) ein Baum gefunden – nicht irgendein Stück Treibholz, sondern ein Baum, der genau dort gewachsen war, wo heute Eis liegt. Unter der Leitung des renommierten Geologen Professor Christian Schlüchter wurde der Baumstumpf – nachdem ihn eine kleine Gruppe mit Spaten und viel harter Arbeit freigelegt hatte – von Fachleuten aus dem Fels geborgen und per Hubschrauber abtransportiert. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen nun vor und wurden veröffentlicht.
Die Altersbestimmung des Baumes – durch Zählen der Jahresringe und anschließende Radiokohlenstoffdatierung – ergab, dass diese Lärche vor über 10 000 Jahren zu wachsen begann. Genauer gesagt, war dies zu einer Zeit, als die Gletscher der letzten Eiszeit längst zurückgegangen waren und ein warmes Klima die Alpen bis in große Höhen ergrünen ließ.
Klimawandel hin und her
Die Geschichte dieses Baumes ist eine Geschichte ständiger, rasanter Schwankungen:
- Letzte Eiszeit (Glazialzeit)– die Alpen lagen unter kilometerdicken Eisschichten.
- Übergang zur Warmzeit (Interglazial)– die Gletscher schmolzen auf ein Minimum ab, und die intraalpinen Täler wurden buchstäblich „reingespült“.
- Die Jüngere Dryaszeit– dann folgte eine weitere brutale Kälteperiode. Die Gletscher bildeten sich neu und drangen weit vor, bis jenseits von Pontresina.
- Ein weiterer Rückzug– danach schmolz diese gesamte Eisdecke innerhalb weniger Jahrhunderte wieder ab und machte Platz für ein warmes Klima.
- „Unser Baum“ wächst – mitten in dieser grünen, eisfreien Phase.
- Ein weiterer Vorstoß der Gletscher– der Baum wird überfahren, umgestürzt und für Jahrtausende unter Eis begraben.
- Kleine Eiszeit– der Morteratsch erreicht seinen Höhepunkt im Jahr 1857.
- Heute– der Gletscher zieht sich zurück und gibt nach mehr als 10 000 Jahren den Baum wieder frei.
Die Gleichgewichtslinie – die Grenze zwischen der Akkumulationszone und der Ablationszone eines Gletschers – lag während der letzten Eiszeit in einer Höhe von etwa 1000 Metern. Heute liegt sie bei etwa 4000 Metern. Der Baum wuchs jedoch zu einer Zeit, als das Klima mit dem heutigen vergleichbar war – vielleicht sogar etwas wärmer, da die Gleichgewichtslinie deutlich höher gelegen haben muss, damit der Baum diese Größe erreichen konnte .
„Geologisch normal“
Auf die Frage, ob die heutige Erwärmung im Kontext der Klimageschichte etwas Ungewöhnliches sei, antwortet Schlüchter im Gespräch mit dem Wetterexperten Kai Zorn (YouTube-Link zu einem 30-minütigen Video auf Deutsch):
„Wenn man sich diese Ergebnisse ansieht, steht fest, dass sie innerhalb dieses Zeitrahmens liegen. Wir haben den in den letzten Jahren beobachteten Bereich noch nicht überschritten.“
Und sein Kollege, der Geologe Christoph Korte, bringt es auf den Punkt:
„Es gibt wärmere und kältere Perioden, und das ist geologisch völlig normal.“
Schlüchter fügt hinzu, was die eigentliche Botschaft der Natur ist:
„Vorstoß, Abschmelzen, Rückzug – das sind Phänomene, die extrem schnell ablaufen, so schnell, dass die Menschen sie bis jetzt nicht wirklich bemerkt haben. Das geschieht rasant in beide Richtungen.“
Anders ausgedrückt: Das heutige Abschmelzen ist nichts Neues in der jüngeren Erdgeschichte – und es wird sich genauso schnell wieder umkehren. Die Alpenlegenden vom „Sennentuntschi“ der Blümlisalp oder vom „Ötzi“, in denen der Gletscher über Nacht blühende Almwiesen überspült, sind keine Märchen, sondern kollektive Erinnerungen an genau solche Kipppunkt-Effekte.
Die Entdeckungen häufen sich
Der Baum von Morteratsch ist kein Einzelfall. Bereits 2024 berichtete TKP über einen ähnlichen Baumfund an der Pasterze am Großglockner, der zeigt, dass die Alpengletscher derzeit größer sind als im Durchschnitt der letzten 10.000 Jahre:
Bereits 2005 berichtete der Spiegel (der damals noch Journalismus betrieb und nicht wie heute Propaganda verbreitete) über den Tschierva-Gletscher – eine weitere Entdeckung, die belegt, dass die Vegetation in den Alpen vor rund 7.000 Jahren deutlich weiter die Hänge hinaufreichte als heute. TKP hat hier dokumentiert, wie diese Erkenntnisse in der offiziellen Klimaberichterstattung systematisch unterdrückt werden:
Die Botschaft ist überall dieselbe und passt nicht in das Narrativ einer „beispiellosen, vom Menschen verursachten Klimakatastrophe“.
Links zu anderen früheren TKP-Artikeln zu diesem Thema finden Sie unten (in deutscher Sprache):
ORF Nachrichten: CO2 erwärmt – Gletscher schmilzt – Vulkan bricht aus
Deutschland unter 1 Kilometer Eis: Was die Landschaft über Klimageschichte verrät
Neue Studie: Wichtiger Hochpunkt des Grönlandeisschilds verschwand komplett vor nur 7000 Jahren
Übersetzung: Eric Vieira
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