Missbrauch der Wissenschaft: Studien zur Ursachenforschung bei Extremereignissen
Sowohl die Mainstream-Medien als auch Regierungsberichte haben sich auf die Ereigniszuordnung gestürzt, um den Klima-Panikmache weiter anzuheizen. Doch solche Studien weisen erhebliche Mängel auf, mit Fehlern sowohl in wissenschaftlicher Hinsicht als auch bei der Interpretation, da sie eher aus rechtlichen und politischen als aus wissenschaftlichen Gründen erstellt worden sind, sagt Ralph Alexander.
Wie die Überschrift schon andeutet, ist es das Ziel dieses Beitrags, dem heutigen Missbrauch und der Ablehnung der echten Wissenschaft entgegenzuwirken – deren Kennzeichen empirische Beweise und Logik sind. Diese beiden Säulen werden in der Klimawissenschaft durch den immer häufiger einsetzenden Rückgriff auf Studien zur Zuordnung von Extremereignissen auf skandalöse Weise missbraucht; diese Studien versuchen zu beschreiben, inwieweit bestimmte extreme Wetterereignisse durch den anthropogenen Klimawandel beeinflusst werden.
Sowohl die Mainstream-Medien als auch Regierungsberichte haben sich die Ereignis-Attribution zunutze gemacht, um die Klimapanikmache und die damit verbundene Propaganda weiter anzuheizen, wonach wir uns in einer Klimakrise befinden. Doch solche Studien sind zutiefst fehlerhaft, weisen sowohl wissenschaftliche als auch interpretatorische Mängel auf und wurden eher aus rechtlichen und politischen als aus wissenschaftlichen Gründen erstellt.
Ein Zirkelschluss
Einer der grundlegenden Mängel von Attributionsstudien ist der logische Trugschluss des „Zirkelschlusses“. Um die Auswirkungen eines bestimmten Extremereignisses abzuschätzen, müssen die Studien das Klima ohne den Einfluss der globalen Erwärmung nachbilden.
Dabei wird jedoch die Rolle der natürlichen Variabilität außer Acht gelassen, die in den für Attributionsstudien verwendeten Klimamodellen vernachlässigt wird, geht man doch davon aus, dass ausschließlich anthropogenes CO₂ – ohne jeglichen Beitrag natürlicher Quellen – für die gesamte aktuelle Erwärmung verantwortlich ist. Wenn natürliche Quellen heute keine Rolle bei der Erwärmung spielen, ist ihr Beitrag zum vorindustriellen Klima unbekannt.
Weitere wissenschaftliche Mängel sind das Fehlen einer angemessenen Begutachtung durch Fachkollegen, fehlerhafte Statistiken und das Ignorieren wichtiger Beweise. Zu den methodischen Mängeln zählen die unsachgemäße Verwendung von Temperaturdatensätzen, die unzureichende Berücksichtigung von Unsicherheiten in den Daten sowie die Vernachlässigung historischer Aufzeichnungen.
Neuer Report
In einem neuen Report der GWPF habe ich mehrere aktuelle Attributionsstudien ausführlich erörtert. Ein Beispiel ist eine Hitzewelle, die sich im Mai und Juni 2024 auf den Südwesten der USA, Mexiko und Mittelamerika konzentrierte und alarmistische Schlagzeilen in den Medien auslöste, in denen das Ereignis als „35-mal wahrscheinlicher“ als zuvor bezeichnet wurde. Die Medienberichte stützten sich auf eine Attributionsstudie des Grantham Institute am Imperial College in London.
Abgesehen von den allgemeinen Einschränkungen von Attributionsstudien zeigt sich die Absurdität einer solchen Behauptung in den Schlussfolgerungen, die aus den verwendeten Temperaturdatensätzen gezogen worden waren. Die folgende Abbildung zeigt die Höchstwerte der 5-Tage-Höchsttemperaturen im Mai und Juni in der Untersuchungsregion von 1950 bis 2024 für alle drei Datensätze; die gestrichelten Linien stellen gleitende 10-Jahres-Durchschnittswerte dar.
Zunächst einmal handelt es sich bei der Schätzung der Studie, wonach die Wahrscheinlichkeit einer Hitzewelle in der Region im Jahr 2024 35-mal höher ist als in der vorindustriellen Vergangenheit, um einen Durchschnittswert für alle drei Temperaturdatensätze. Die Schätzung, die sich ausschließlich auf die ERA5-Daten (das Reanalyseprodukt der 5. Generation des EZMW) stützt – welche Beobachtungen bis ins Jahr 1950 zurückreichen, im Gegensatz zu den anderen beiden Datensätzen, die erst ab 1979 Daten enthalten –, liegt jedoch bei einem deutlich niedrigeren Wert von 13-mal höher.
Ein weiterer Grund, warum diese Attributionsstudie fehlerhaft ist, besteht darin, dass sie die damit verbundene Unsicherheit nicht hervorhebt. Aus der Abbildung geht hervor, dass unter Berücksichtigung der Unsicherheiten bei den Temperaturmessungen eine Hitzewelle, die möglicherweise mit der von 2024 vergleichbar ist, bereits in den frühen 1990er Jahren auftrat; die Temperaturunsicherheit wird durch die Höhe der Kästchen für jeden Datenpunkt angezeigt.
Überschwemmung in Texas
Ein zweites Beispiel ist eine verheerende Sturzflut, die am 4. Juli 2025 Ferienlager und Wohnhäuser in Zentraltexas heimgesucht hatte. Eine Attributionsstudie von ClimaMeter, dem französischen Pendant zum britischen Grantham Institute, kam zu dem Schluss, dass „die natürlichen Schwankungen allein die mit dieser äußerst außergewöhnlichen Wetterlage verbundenen Niederschlagsveränderungen nicht erklären können“.
ClimaMeter führte die katastrophalen Überschwemmungen auf zwei Faktoren zurück: einen angeblichen Temperaturanstieg bis 1,5 Grad Celsius im von der Flut betroffenen Gebiet im Vergleich zum Zeitraum von 1950–86 in der Vergangenheit und dem jüngeren Zeitraum von 1987–2023; sowie heutige Niederschlagsmengen bis 2 mm pro Tag, was in Teilen von Zentraltexas einer Zunahme um 7 % gegenüber der Vergangenheit entspricht.
Diese Behauptungen halten einer genauen Prüfung jedoch nicht stand. Erstens umfasst der Referenzzeitraum von 1950 bis 1986 25 der insgesamt etwa 35 Jahre andauernden globalen Abkühlung von 1940 bis 1975, so dass der geschätzte Temperaturanstieg für Zentraltexas zwischen 1950 und 1986 höchstwahrscheinlich überhöht ist.
Zweitens führen stärkere Niederschläge nicht zwangsläufig zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit extremer Überschwemmungen, da diese von anderen Faktoren wie der Niederschlagsdauer, der Landschaft und der Art des Flussgebiets abhängt. Tatsächlich sind verheerende Überschwemmungen in der „Flash Flood Alley“ von Texas nichts Neues und richten seit mehr als einem Jahrhundert verheerende Schäden an, wie die folgende Tabelle zeigt:
Politisch
Wie in meinem Bericht dargelegt, wurde die Zuordnung von Extremereignissen aufgrund der Unfähigkeit des IPCC entwickelt, bei der Erkennung und Zuordnung der meisten Arten von Wetterextremen ein hohes oder auch nur mittleres Maß an Sicherheit zu erreichen. Dies war für Klimaaktivisten politisch problematisch, weshalb sie auf eine rasche Zuordnung von Extremereignissen drängten, um Klimaklagen gegen Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie anstrengen zu können.
Die Ursprünge dieser „Climate Lawfare“ reichen bis zu einem Treffen von US-Umweltschützern, Klimawissenschaftlern und anderen im Jahr 2012 zurück, bei dem versucht wurde, Strategien aus der Kampagne gegen das Rauchen aus den 1960er Jahren nachzuahmen.
Weitere Details finden sich in den Report selbst.
Dieser Artikel erschien erstmals am 13. April 2026 auf „Science Under Attack“
Übersetzt von Christian Freuer

Ralph Alexander
Ralph B. Alexander, ein Wissenschaftsautor, der Wissenschaft über politische Korrektheit stellt, ist Verfasser mehrerer aktueller Berichte über Wetterextreme und die globale Erwärmung; außerdem ist er Autor der Bücher „Science Under Attack: The Age of Unreason“ und „Global Warming False Alarm“. Als promovierter Physiker der Universität Oxford hat er zahlreiche wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Berichte zu komplexen technischen Themen verfasst. Dr. Alexander war als Forscher an Laboren in Europa und Australien tätig, war Professor an der Wayne State University in Detroit, Mitbegründer eines Materialunternehmens und Marktanalyst für umweltfreundliche Materialien bei einer kleinen Beratungsfirma. Er wuchs in Perth, Westaustralien, auf und lebt derzeit in Kalifornien.
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