Erneuerbare Energien deckten im Jahr 2025 immer noch nur 6 % des globalen Primärenergiebedarfs
Die viel gepriesenen erneuerbaren Energien deckten im vergangenen Jahr lediglich 6 % des weltweiten Primärenergiebedarfs, wie aus dem Anfang dieser Woche veröffentlichten „Statistical Review of World Energy“ hervorgeht. Robert Lyman analysiert die wichtigsten statistischen Gesamttrends für die „Friends of Science Society“.
Fossile Brennstoffe lieferten im Jahr 2025 86 % der weltweiten Primärenergie.
Robert Lyman/Friends of Science Society
Datum: 4. Juli 2026
Das „Energy Institute“ hat die Ausgabe 2026 des „Statistical Review of World Energy“ veröffentlicht, des bekannten und häufig zitierten Jahresberichts, der einst von British Petroleum herausgegeben wurde.
Ich werde mich auf die wichtigsten statistischen Gesamttrends konzentrieren und in gewissem Maße darauf, ob diese Trends die Ansichten derjenigen bestätigen oder widerlegen, die sich für eine radikale Reduzierung der Treibhausgasemissionen einsetzen.
Im Jahr 2025 stieg das gesamte Energieangebot, gemessen in Exajoule (EJ), gegenüber 2024 um 1,7 % auf etwas über 600 EJ.
Öl blieb mit 201 EJ die wichtigste Energiequelle, was einem Drittel des weltweiten Bedarfs entsprach, gefolgt von Kohle mit 166 EJ. Erdgas lieferte fast 151 EJ. Die drei fossilen Brennstoffe deckten somit 518 EJ oder 86 % des weltweiten Primärenergiebedarfs. Kernenergie lieferte 31 EJ, Wasserkraft 16 EJ und erneuerbare Energien 35,45 EJ. Die viel gepriesenen erneuerbaren Energien deckten damit lediglich 6 % des weltweiten Primärenergiebedarfs.
Die weltweite Ölproduktion belief sich 2025 auf 100,6 Millionen Barrel pro Tag. Die OECD-Länder produzierten ein Drittel davon (33,237 Millionen Barrel pro Tag), die Nicht-OECD-Länder 67,352 Millionen Barrel pro Tag. Der Gesamtverbrauch an flüssigen Brennstoffen betrug 2025 106,5 Millionen Barrel pro Tag, ein Anstieg um 1,4 Millionen Barrel pro Tag gegenüber 2024.
Erdgas
Der weltweite Erdgasverbrauch lag im Jahr 2025 bei 4186 Milliarden Kubikmetern bzw. 150,7 EJ, ein Anstieg um lediglich 55 Milliarden Kubikmeter gegenüber 2024. Die Vereinigten Staaten waren mit 913,4 Milliarden Kubikmetern mit Abstand der größte Verbraucher, gefolgt von Russland mit 480 Milliarden Kubikmetern und China mit 441,9 Milliarden Kubikmetern.
Der weltweite Kohleverbrauch lag im Jahr 2025 bei 166 EJ, ein leichter Anstieg um 0,68 EJ gegenüber 2024. China dominiert den Kohlemarkt mit einem Verbrauch von 92,24 EJ, was 55,6 % des weltweiten Gesamtverbrauchs entspricht.
Die weltweite Stromerzeugung betrug im Jahr 2025 32 202 Terawattstunden (TWh), ein Anstieg um 857 TWh bzw. 3 % gegenüber 2024. Die Stromerzeugung ist seit 2015 rasant gestiegen. Der größte Stromerzeuger war China mit 10 575 TWh bzw. 33 % der weltweiten Gesamtmenge, gefolgt mit großem Abstand von den Vereinigten Staaten mit 4772 TWh bzw. 15 %.
Erneuerbare Energien
Die weltweite Erzeugung erneuerbarer Energien betrug im Jahr 2025 10 749 TWh, ein Anstieg um 867 TWh bzw. 8 % gegenüber 2024. Windkraftanlagen erzeugten 2714 TWh, Solaranlagen 2811 TWh, Wasserkraftwerke 4479 TWh und sonstige erneuerbare Energien 745 TWh.
Die globalen Emissionen von Kohlendioxidäquivalenten beliefen sich auf insgesamt 35 806 Tonnen, ein Anstieg um 1,1 % gegenüber 2024. Im Jahr 2025 produzierten die OECD-Länder nur 11 161 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente (31,2 %), während die Nicht-OECD-Länder 24 645 Millionen Tonnen (68,8 %) produzierten.
Die Dekarbonisierung, soweit sie überhaupt stattfindet, ist größtenteils auf immense öffentliche Ausgaben in China, Westeuropa und einigen anderen OECD-Ländern zurückzuführen. Globale Daten zeigen, dass die globalen Emissionen steigen und fossile Brennstoffe weiterhin unerlässlich für die Wirtschaft und die Energiesicherheit sind.
Eine ausführlichere Analyse von Lyman finden Sie hier.
Dieser Artikel wurde erstmals am 2. Juli 2026 auf der Website der „Friends of Science Society“ veröffentlicht.
Übersetzung: Eric Vieira
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